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Das ist der FC Arsenal

Déjà-vu im Achtelfinale der Champions League! Wie schon in der Vorsaison bekommt es der FC Bayern in der Runde der letzten 16 mit dem FC Arsenal zu tun. „Das war die stärkste Mannschaft in unserer Trommel. Aber auf der anderen Seite ist das ein Gegner, der auf keinen Fall unterschätzt wird“, sagte Präsident Uli Hoeneß unmittelbar nach der Auslosung. fcbayern.de hat den Tabellenführer der englischen Premier League genauer unter die Lupe genommen.

Geschichte

Nach der Gründung im Jahr 1886 – damals firmierte Arsenal unter dem Namen Dial Square – dauerte es über 40 Jahre, bis die „Kanoniere“ erstmals aus allen Rohren feuerten. Fünf Ligatitel und zwei FA Cups gewann Arsenal in den 1930er Jahre, bevor es wieder etwas ruhiger um die Hauptstädter wurde. 1971 sicherte sich der Klub aus dem Norden Londons das erste Double der Vereinsgeschichte und das zweite Double eines englischen Teams überhaupt im 20. Jahrhundert.

Erfolge

Mit 13 Meistertiteln und zehn Pokalsiegen gehört Arsenal zu den erfolgreichsten Vereinen in England. Unter der Führung von Arséne Wenger holten die Londoner 1998 und 2002 zweimal erneut das Double, 2003/04 marschierten die Gunners ohne Niederlage zu ihrem bisher letzten Meister-Titel. 2005 durften die Londoner den letzten FA-Cup-Gewinn bejubeln. International verzeichnet Arsenal bisher zwei Titel: 1970 gewannen die Engländer den Messepokal (heute: Europa League), 1994 folgte der Triumph im mittlerweile abgeschafften Europapokal der Pokalsieger.

Stadion

Ihre Heimspiele tragen die Kanoniere seit Sommer 2006 im Emirates Stadium aus. Die 531 Millionen Euro teure Heimat der Gunners fasst 60.338 Zuschauer. Entworfen worden ist die Arena von einem Architekturbüro, das auch das Estádio da Luz in Lissabon gestaltet hatte; dem Champions-League-Final-Ort 2014. Auch das Wembley-Stadion hatte jene Firma entworfen. Ein Omen?

Vor dem Umzug ins Emirates war das legendäre Highbury-Stadion Heimat des FC, der dort zwischen 1913 und 2006 auf Torejagd ging.

CL-Bilanz

In der Champions League gehört Arsenal zu den klangvollsten Namen, der große Wurf indes gelang bisher noch nie. Besonders nah dran am Titelgewinn waren die Engländer 2006, als Arsenal als erster Londoner Verein überhaupt in ein Champions-League-Finale einziehen konnte. Dort unterlag die Wenger-Elf, die nach einer Roten Karte gegen Torwart Jens Lehmann früh in Unterzahl geriet, dem FC Barcelona mit 1:2. Ansonsten war in den vergangenen drei Jahren jeweils schon nach dem Achtelfinale Schluss.

In dieser Saison setzte sich Arsenal als Gruppenzweiter in einer Vorrundengruppe mit Gruppensieger Borussia Dortmund, dem SSC Neapel und Olympique Marseille durch. Das Weiterkommen stand für die Londoner, die am letzten Spieltag in Neapel antreten mussten, noch auf der Kippe: Ein weiteres Tor der Neapolitaner, die 2:0 gegen Arsenal führten, hätte ein Ausscheiden der Gunners zur Folge gehabt.

Aktuelle sportliche Situation

In den letzten Jahren hatte Arsenal mit der Vergabe der Meisterschaft relativ wenig zu tun. Das scheint sich in dieser Spielzeit zu ändern: Mit zwei Punkten Vorsprung auf Liverpool und Chelsea rangieren die Gunners derzeit auf Platz eins in der Premier League. Zuletzt setzte es für Mertesacker, Özil und Co. jedoch eine empfindliche 3:6-Niederlage bei Manchester City, das als Vierter nur noch drei Zähler Rückstand auf Arsenal hat.

Trainer

Bereits seit 1996 schwingt der Franzose Arséne Wenger das Zepter bei den Gunners – also seit 17 Jahren! Damit ist Wenger seit dem Abschied von Sir Alex Ferguson auch dienstältester Trainer in der Premier League. 2008 wurde der in Straßburg geborene und gut deutsch sprechende Wenger erstmals zum französischen Trainer des Jahres gewählt.

Schlüsselspieler

Per Mertesacker, Mesut Özil, Lukas Podolski – bei den Kanonieren wird Deutsch gesprochen in diesen Monaten. Neben den drei Nationalspielern stehen mit den Talenten Serge Gnabry und Thomas Eisfeld zwei weitere Deutsche im Kader – mehr als bei jedem anderen Klub in Europas Spitzenligen (außerhalb der Bundesliga).

Vor allem Özil weckte mit seinem Wechsel von Real Madrid im Sommer Titelträume bei den Fans der Gunners. Doch mit Gibbs, Wilshere, Arteta, Ramsey, Cazorla, Giroud, Walcott und einigen anderen Top-Spielern verfügt Arsené Wenger über ein großes Arsenal an Spitzenkräften, die dem FC Bayern im Achtelfinale einen großen Kampf liefern wollen.

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