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Robben trifft und trifft

Ein ‘Vollblutprofi‘ auf Torejagd

Es sieht alles so einfach aus. 3:0 im Gipfel bei Borussia Dortmund gewonnen, ein paar Tage später in der Champions League mal eben den zehnten Sieg in Folge eingefahren. Am Wochenende bekam auch Eintracht Braunschweig einen ‘menschelnden‘, aber hungrigen FC Bayern zu spüren. Und das nach diesem Marathon! „Die Kräfte lassen nach“, gab Manuel Neuer zu, der gegen den Aufsteiger dennoch wieder einmal stark aufspielte. Für die offensiven Glanzlichter sorgte indes ein Mann, der endlich, endlich wieder verletzungsfrei durch eine Hinrunde zu kommen scheint: Arjen Robben.

„Es war ein hartes Spiel in Moskau, auch mit der gesamten Reise. Wenn man dann wieder hierherkommt und auf diesem guten Rasen spielt, macht das einfach Spaß“, freute sich der 29-jährige Flügelflitzer nach dem Spiel, dem er zuvor seinen Stempel aufgedrückt hatte. Und wie! Mit einem traumhaften Tor – dem frühesten Bundesliga-Treffer der Bayern in dieser Saison – ließ er die Allianz Arena nach 111 Sekunden Kopf stehen. „Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir von Anfang an Gas geben und ein frühes Tor schießen wollen“, so Robben. „Dann ist es immer einfacher.“

Mit seinem 1:0 sorgte Robben wie schon in Moskau nicht nur für die Führung, sondern feierte auch ein Jubiläum. Es war das 50. Bundesliga-Tor im 90. Spiel für den Außenstürmer – eine Wahnsinnsbilanz, die er noch vor der Pause auf 51 Treffer schraubte. Und: In seinen letzten 26 Pflichtspielen war Robben an 28 Bayern-Toren direkt beteiligt (17 Tore, 11 Assists). „Die schönsten Statistiken habe ich beim FC Bayern“, weiß der Niederländer, der sich nach seinem neunten Bundesliga-Doppelpack bei den Vorlagengebern Mario Götze und Toni Kroos bedankte: „Das waren schöne Pässe.“

‘Ich klopfe auf Holz‘

Pep Guardiola weiß um die Bedeutung des Niederländers, der im Sommer 2009 zum FC Bayern kam. „Arjen ist sehr wichtig für unser Spiel“, so der FCB-Trainer, „er macht für uns viele wichtige Tore.“ Robben glänzt aber nicht nur als eiskalter Vollstrecker. In seinen 90 Bundesliga-Einsätzen bereitete er 27 Tore vor. Insgesamt war der 29-Jährige also an 78 Treffern beteiligt!

„Arjen hat schon in der Vergangenheit Spiele entschieden“, merkte Neuer an, für den Robben „immer schon wertvoll“ ist. Das verlorene Champions-League-Finale 2012, als der bald 30-Jährige einen Elfmeter verschossen hatte, ist längst abgehakt. Vielmehr scheint Robben daraus neue Stärke gezogen zu haben. „Ich freue mich für Arjen, weil ich gut nachvollziehen kann, welche Stahlbäder er durchstehen musste“, meinte Sammer. „Er ist ein Vollblutprofi, der aber auch einmal durchschnaufen muss.“

Eine Pause gönnt sich Robben auf dem Platz aber selten. Auch nach seinen zwei Toren gegen Braunschweig nicht. Stattdessen setzte der WM-Finalist von 2010 sogar noch einen Freistoß an die Latte. Robben ist voll im Rhythmus – und eben immer brandgefährlich. Bleibt zu hoffen, dass der Niederländer weiter gesund bleibt, wie sich auch Guardiola wünscht: „Ich klopfe auf Holz.“