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Klub-WM-Halbfinale

'Es wird keine leichte Partie'

Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger, Champions-League-Gewinner und Titelträger beim europäischen Supercup – vier Trophäen hat der FC Bayern sich im Kalenderjahr 2013 bereits gesichert. Nun schickt sich der Rekordmeister an, im ohnehin schon erfolgreichsten Jahr der 113-jährigen Vereinsgeschichte, bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft in Marokko auch den fünften Titel nach München zu holen. Den ersten Schritt dazu kann die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola am Dienstagabend (20:30 Uhr/MEZ) im Halbfinale gegen Asien-Meister Guangzhou Evergrande aus China machen.

„Alleine schon der Name Klub-Weltmeisterschaft klingt nach einem großen Turnier“, sagte Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer über den in Europa oft unterschätzten Wettbewerb. „Wir kämpfen um den Titel als beste Mannschaft der Welt“, stellte auch Guardiola, der das Turnier bereits zweimal mit dem FC Barcelona gewinnen konnte (2009, 2011), den Stellenwert des Turniers heraus. „Das ist sehr, sehr wichtig für unseren Verein“, ergänzte der Spanier mit Blick auf die Trophäe.

1976, 2001 - 2013?

1976 und 2001 hat der FCB den Weltpokal, den Vorläufer der FIFA Klub-WM gewonnen, nun soll der Sieger des 2005 reformierten Wettbewerbs erstmals aus Deutschland kommen. „Die Klub-WM ist ein Titel, den man wirklich nicht jedes Jahr gewinnen kann“, hob auch Kapitän Philipp Lahm den besonderen Wert dieses Turniers hervor, auch wenn die Wertschätzung der Trophäe vor allem in Südamerika größer ist als in Europa. „Ich weiß, dass es woanders auf der Welt ganz anders aussieht.“

Gegner des frisch gebackenen Bundesliga-Herbstmeisters ist der chinesische Spitzenklub Guangzhou Evergrande, der sich im Viertelfinale am vergangenen Samstag gegen den Afrika-Meister Al Ahly Kairo (2:0) durchsetzte. „Das ist eine gute Mannschaft mit zwei, drei überragenden Spielern drin. Wir werden alles tun und auf keinen Fall meinen, dass es eine leichte Partie wird“, warnte Sammer davor, den chinesischen Meister zu unterschätzen.

Italienischer Stil

Zumal der Trainer kein Geringerer als Italiens Weltmeister-Trainer Marcello Lippi ist. „Es ist eine Ehre, gegen ihn zu spielen“, freute sich Guardiola auf das Aufeinandertreffen. Als erster Trainer überhaupt hat der 65-Jährige die Titel in Europas und Asiens Champions League gewonnen, nun will er am Dienstagabend den FCB ärgern. „Wenn er den italienischen Stil spielen lässt, dann sind sie taktisch sehr gut eingestellt. Dann wird es natürlich schwer, Tore zu erzielen“, weiß Torhüter Manuel Neuer. „Wir werden unser Bestes geben und hoffen auf ein paar Tore durch unsere starken Offensivkräfte.“

Dabei kann Guardiola bis auf den verletzten und in München verbliebenen Arjen Robben aus dem Vollen schöpfen. Angeführt von Europas Fußballer des Jahres Franck Ribéry, dem die marokkanischen Fans einen begeisternden Empfang bereitet haben, wird der mit 42 Toren treffsicherste Angriff der Bundesliga schon Mittel und Wege finden, die Chinesen unter Druck zu setzen. „Meine Spieler werden alles wissen, was sie wissen müssen“, kündigte Guardiola am Montag auf der abschließenden Pressekonferenz zum Spiel an.

Matthias Sammer erwartet im vorletzten Spiel vor der Winterpause jedenfalls, dass die Mannschaft anders auftritt als zuletzt gegen Manchester City und den Hamburger SV. „Ich glaube, dass wir uns zum Abschluss des Jahres noch mal steigern müssen, sowohl im Kopf als auch in den Füßen“, betonte Sammer. „Wenn am Ende des Jahres das Beinchen und das Körperchen einen Prozent weniger Power haben, dann muss man das aus dem Kopf holen. Ein einfaches Prinzip, aber genau das erwarten wir.“

Für fcbayern.de in Agadir: Carsten Zimmermann

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