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Pokal-Derby

FCB erwartet 'enge Kiste' in Augsburg

Das Spiel mit sechs Fußbällen gleichzeitig beherrscht auf dieser Welt wahrscheinlich nur Jemile Martinez - da staunte auch Pep Guardiola nicht schlecht. Der FCB-Chefcoach assistierte dem Jongleur am Montagabend bei einer Jubiläumsvorstellung der Organisation Clowns ohne Grenzen im Circus Roncalli, für die er die Schirmherrschaft übernommen hat. Der Besuch in der Manage war aber nur ein kurzer Abstecher für Guardiola. Denn das Spiel mit einem Ball ist brisant genug, wie er vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Augsburg am Mittwochabend (20:30 Uhr, live im Ticker auf fcbayern.de) betonte: „Okay, wir haben noch die Klub-WM - aber für mich ist es das wichtigste Spiel vor der Winterpause. Es ist ein Finale!“

Anders als in seiner Heimat Spanien sei der Pokalwettbewerb in Deutschland „sehr gefährlich“, warnte Guardiola. „Es ist nur ein Spiel! Da kann alles passieren, vor allem gegen eine Mannschaft wie Augsburg. Das ist eine sehr kämpferische und laufstarke Mannschaft, eine sehr gute Kontermannschaft.“

Dementsprechend müsse man auf der Hut sein, um zum elften Mal in den letzten zwölf Jahren den Schritt ins Viertelfinale zu schaffen. Das betonte auch Matthias Sammer: „Wir müssen eine Topleistung bringen! Augsburg ist eine Mannschaft, die Kilometer frisst.“ Manuel Neuer erinnerte an das Pokal-Achtelfinale vor einem Jahr ebenfalls in der Fuggerstadt: „Das war eine enge Kiste. Die Augsburger haben das Spiel des Jahres vor der Brust, die wollen uns ärgern.“

FCB mit Ribéry?

Von jenem in Unterzahl schwer erkämpften 2:0 vor einem Jahr beim FCA hat auch Guardiola gehört. „Augsburg hatte seine Chance. Ich habe mit Hermann Gerland gesprochen. Er hat mir gesagt: Das wird ein schweres Spiel“, erzählte der FCB-Cheftrainer. Nicht blenden lassen sich die Bayern hingegen vom ungefährdeten 3:0-Heimsieg in der Bundesliga gegen die Augsburger vor drei Wochen. „Augsburg spielt bisher eine gute Saison, sie spielen zuhause. Das wird ein ganz schwieriges Spiel“, sagte Arjen Robben.

Nur zwei ihrer bislang sieben Heimspiele in dieser Saison haben die Augsburger verloren (4 Siege) - gegen den Triple-Sieger wollen sie sich nun so teuer wie möglich verkaufen. „Wenn wir so auftreten wie sonst auch in unseren Heimspielen, dann rechne ich mir was aus“, sagte Mittelfeldspieler Daniel Baier selbstbewusst. Trainer Markus Weinzierl meinte: „Mit unseren fantastischen Fans im Rücken glauben wir daran, dass eine Sensation möglich ist. Wir werden unsere Chance suchen, wir werden uns zerreißen.“

Personell gibt es in Augsburg vor dem Spiel nur kleine Sorgen. Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Knieprobleme) und Jan Moravek (muskuläre Probleme) sind fraglich, Ersatzkeeper Alex Manninger fällt aufgrund von Rückenproblemen aus.

In München hofft Guardiola derweil auf die Rückkehr von Franck Ribéry. Zwei Wochen nach seinem Rippenanbruch habe der Franzose zwar „noch ein bisschen Schmerzen. Aber es geht ihm viel besser“, berichtete Guardiola. Die Entscheidung über eine Kadernominierung Ribérys fällt nach einem letzten lockeren Training am Spieltag. Auf jeden Fall noch zu früh kommt die Partie für Xherdan Shaqiri und Claudio Pizarro, die wie Ribéry am Dienstag erstmals wieder mit der Mannschaft trainierten.

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