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Fanclubbesuche

Böller, Trachtenjacke und Orden für Guardiola

In Katar und Kuwait waren die Bayern in diesem noch jungen Jahr bereits, am Sonntag hatten sie die Gelegenheit auch die nähere Umgebung mal kennen zu lernen. Bei den traditionellen Fanclub-Besuchen, die wegen der FIFA Klub-WM diesmal nicht im Rahmen eines Weihnachts-, sondern eines Neujahrsempfangs stattfanden, reisten sie unter anderem ins Allgäu, nach Niederbayern, Franken und Schwaben und in die Oberpfalz. Manuel Neuer verschlug es nach Österreich, Tom Starke nach Südtirol. Den weitesten Trip unternahm Hermann Gerland, der 700 Kilometer bis in die Uckermark fuhr.

Nur gut 30 Kilometer weit in den Süden Münchens ging es für Pep Guardiola, wo er im knapp 5.000-Seelen-Markt Glonn mit Böllerschüssen feierlich begrüßt wurde. Es folgte der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde sowie der festliche Einzug mit Blasmusik in die Halle. Dort bereiteten die rund 450 Mitglieder und Gäste des Fanclubs FC Bayern Stammtisch Glonn '94 dem FCB-Chefcoach einen herzlichen Empfang.

„Ich freue mich, hier zu sein“, sagte Guardiola, „es ist das erste Mal, dass ich diese Fanclubbesuche beim FC Bayern mitmache.“ Der Spanier staunte nicht schlecht darüber, was der Fanclub einen Tag nach seinem 43. Geburtstag für ihn vorbereitet hatte: ein Geburtstagsständchen auf Spanisch, eine riesige Torte, eine Trachtenjacke aus Schafswolle mit seinem Namenszug, die der Spanier gleich überstreifte und bis zum Abschied aus Glonn nicht mehr auszog. Klosterschwester Carmen verlieh dem Bayern-Coach zudem den Orden der guten Hirten und auch die Ehrenmitgliedschaft des Fanclubs durfte nicht fehlen.

Guardiola und der Oachkatzlschwoaf

Ins Schwitzen kam Guardiola bei einer Fragestunde der kleinen Fans. „Kinder stellen immer die gefährlichen Fragen“, lächelte der Familienvater. Das mediterrane Essen sei „ein bisschen besser“, gestand der Katalane beim Thema Leibgericht. Als seinen Lieblingsspieler nannte er vorsichtshalber seinen Sohn Marius. Und dann kommt's: Kann er es sich vorstellen, Trainer einer Frauen-Mannschaft zu sein? „Ja, ich warte auf ein Angebot“, sagt Guardiola mit seinem Lächeln.

Smart ließ Guardiola keine Frage offen, auch den bayerischen Basis-Sprachtest für Zuagroaste bestand er blendend. Selbst über das Wort „Oachkatzlschwoaf“ (Eichhörnchenschwanz) stolpert er nicht. Dann begann der anstrengendste Teil: Guardiola schrieb Autogramme, Autogramme, Autogramme...

Ähnlich verlief der Nachmittag auch für die anderen Bayern. Uli Hoeneß meisterte dabei im schwäbischen Hofherrnweiler sogar einen Stromausfall und erzählte viele Anekdoten. Ribéry schwang beim Fanclub Altmühl-Power '02 den Taktstock der Kapelle und musste sich bei einem Videospiel beweisen. Wieder einmal waren die Fanclubbesuche ein unvergesslicher Tag - für die Fans und ihre Gäste aus München.

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