präsentiert von
Menü
'Wir erwarten immer Großes'

Dauerbrenner Müller baut starke Bilanz aus

Thomas Müller ist für seine direkte, schnörkellose Art bekannt. Das gilt sowohl für seine Spielweise auf dem Platz als auch für sein Auftreten abseits des grünen Rasens. So wie am vergangenen Mittwoch, als der 24 Jahre alte Offensivspieler im Vorfeld des Rückrundenauftakts bei Borussia Mönchengladbach klare Worte fand („Wir müssen aus dieser Urlaubsstimmung raus“) und volle Konzentration und Engagement für das erste Pflichtspiel nach der Winterpause forderte. „Wir müssen gut aus den Startlöchern kommen und der Konkurrenz direkt zeigen: Da ist nichts zu holen.“

Gesagt, getan. Mit 2:0 gewann der Spitzenreiter letztendlich souverän beim Tabellen-Dritten und setzte damit ein klares Ausrufezeichen in Sachen Titelverteidigung. Kein Wunder, dass auch Müller nach dem Schlusspfiff im ausverkauften BORUSSIA-Park mehr als zufrieden war. „Wir haben heute eine andere Intensität gezeigt als gegen Salzburg. Im Nachhinein können wir sagen: Es war recht so, damit wir aufwachen aus der Weihnachts-Lethargie, die ein bisschen drin war. Es hat uns aufgezeigt, dass man im Profifußball anders agieren muss, wenn man Spiele gewinnen will.“

Keine Niederlage bei Müller-Tor

Großen Anteil am 42. ungeschlagenen Liga-Spiel in Folge hatte auch Müller, der neben Manuel Neuer und Toni Kroos als einziger FCB-Profi in allen 17 Ligaspielen 2013/14 zum Einsatz kam. Mustergültig bereitete er bereits nach sieben Minuten den Führungstreffer von Mario Götze vor, kurz nach der Halbzeitpause stellte er mit einem verwandelten Handelfmeter persönlich den Endstand her. Damit baute der WM-Torschützenkönig von 2010 seine beeindruckende Bundesligabilanz weiter aus: In 44 Spielen, in denen Müller traf, gab es 41 Siege und drei Unentschieden.

„Wir erwarten natürlich immer Großes von uns, aber wir waren nach den Testspielen, in denen wir einen nicht ganz frischen, seriösen Eindruck gemacht haben, auch gefordert. Heute haben wir wieder das Gesicht gezeigt, das wir brauchen, um in der Bundesliga zu bestehen“, resümierte Müller, der durch seinen achten Saisontreffer - davon sieben in den letzten neun Ligaspielen - und seine siebte Vorlage mit nun 15 Scorerpunkten auf den bisher alleinigen Topscorer der Bundesliga, Dortmunds Robert Lewandowski, aufschloss.

Bester Torschütze und Vorbereiter

In allen Wettbewerben ist Müller in der laufenden Saison der beste Torschütze (17 Treffer) und Vorbereiter (neun Assists) des letztjährigen Triple-Gewinners und war in den letzten neun Pflichtspielen an 12 Toren direkt beteiligt (je sechs Tore und Vorlagen). „Ich bin froh, dass die Mannschaft es so angenommen hat, dass wir die Aggressivität hatten, die man braucht. Das Fußballerische haben wir immer drauf, aber die Kampfbereitschaft muss einfach da sein“, meinte Müller.

Diese wird auch am kommenden Mittwoch im Nachholspiel beim VfB Stuttgart wieder gefragt sein. Mit einem weiteren Sieg könnte der FCB seinen Vorsprung an der Tabellenspitze weiter ausbauen. Dauerbrenner Müller jedenfalls wird wieder darauf brennen, seinen Anteil zum nächsten Erfolg beizutragen - direkt und schnörkellos.

Weitere Inhalte