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Zurück in München

FCB schließt 'erste Phase der Vorbereitung' ab

Sitz zurück, Beine hoch - nach neun Tagen Trainingslager mit elf Trainingseinheiten und zwei Testspielen genossen die Bayern den Rückflug nach München. „Wir haben super gearbeitet“, bilanzierte Matthias Sammer. Die Mannschaft habe „die Grundlagen gelegt, um sportlichen Erfolg zu haben“. Nach der Landung in München am Dienstagnachmittag war dann erst einmal Erholung angesagt. Trainer Pep Guardiola gab seiner Mannschaft bis Donnerstag frei.

„Es war noch einmal ein guter Abschluss. Wir können zufrieden nach Hause fahren“, hatte am Vorabend nach dem 8:0-Erfolg gegen den Kuwait SC Thomas Müller zu Protokoll gegeben. „Es war noch einmal ein Trip, der sich gelohnt hat“, meinte Toni Kroos nicht nur angesichts des beeindruckenden Empfangs im Herrscherpalast und der Freude der Menschen, die den Bayern in Kuwait überall entgegenschlug. Auch spielerisch waren die Bayern zumindest eine Halbzeit lang gefordert worden. „Wir hatten einen vernünftigen Test.“

Viele Experimente, keine Verletzte

Vierer- und Dreierkette, ein und zwei Sechser, falsche und echte Neun, Spielaufbau mit kurzen und langen Pässen, ganz zu schweigen von Bewährungsproben für die mitgereisten Nachwuchsspieler - Pep Guardiola nutzte sowohl das Spiel in Kuwait als auch das zuvor in Doha gegen den sudanesischen Meister Al-Merrikh SC (2:0) zu zahlreichen Experimenten. „Wenn wir es jetzt nicht ausprobieren, wann dann?“, meinte Philipp Lahm.

„Sehr positiv“ fiel Jérôme Boatengs Fazit des Trainingslagers aus. „Wir haben intensiv trainiert und keine neuen Verletzten.“ Selbst David Alaba, der bei der vorletzten Einheit in Doha eine Knieprellung erlitten hatte, konnte einen Tag später in Kuwait schon wieder auf dem Rasen mitwirken. „Es ist Pfeffer drin in den Trainingseinheiten“, bestätigte Lahm den Eindruck, den man auch als Zuschauer gewann. „Es ist anstrengend, macht aber auch Spaß.“

'Wir sollten uns nicht blenden lassen'

Bei aller Zufriedenheit  mit der Arbeit in den letzten neun Tagen erinnerte Sammer auf einem abschließenden Volkswagen-Empfang auf dem Dach des Mannschaftshotels daran, dass man sich von den Lobeshymnen nicht einlullen lassen dürfe. „Wir müssen auf der Hut sein“, sagte der FCB-Sportvorstand über den Dächern von Kuwait. In beiden Testspielen sei man „nur bedingt gefordert“ worden. „Das wollten wir zu diesem Zeitpunkt so.“ Dennoch hätte man das eine oder andere Gegentor kassieren können. Also: „Von den zwei Siegen sollten wir uns nicht blenden lassen.“

Man habe in Doha und Kuwait „die erste Phase unserer Vorbereitung auf die Rückrunde abgeschlossen“, gab Guardiola Einblick in seine Planung. Ab Donnerstag wird er in München am Feinschliff für den Rückrundenstart acht Tage später in Mönchengladbach arbeiten. Müller ist überzeugt, dass der FC Bayern in der zweiten Saisonhälfte gejagt wird wie vielleicht noch nie: „Jeder Gegner wird gegen uns über sich hinauswachsen. Das werden wir zu spüren bekommen. Wir werden keine leichten Spiele haben.“ Sitz zurück und Beine hoch? Erst wieder Ende Mai.

Für fcbayern.de in Kuwait: Nikolaus Heindl

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