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Streben nach Dominanz

Peps FCB will 'noch mehr den Ball haben'

Verkehrte Welt in Doha. Während das heimische München am Montagvormittag mit strahlend blauem Himmel aufwartete, bekamen es die Bayern-Profis bei ihrer zweiten Trainingseinheit im fernen Doha zwar mit milden Temperaturen, aber auch mit dem Wind und dem Regen zu tun. Der Motivation aber tat dies kein Abbruch - im Gegenteil.

„Quickly, quickly!“, rief Pep Guardiola über den Platz, und seine Mannen gehorchten. Der Chefcoach des FC Bayern ließ seine Triple-Sieger einen Fitnessparcours durchlaufen, der mit Torschussübungen endete. Die verschiedenen Stationen durchquerten Lahm, Müller, Ribéry teilweise so flott,  dass Fitnesstrainer Andreas Kornmayer sogar kurzzeitig auf die Bremse treten musste: „Ihr seid zu schnell!“

'Das ist die beste Mentalität'

Möglicherweise beflügeln die Bayern-Profis auch die „super Bedingungen“, die Guardiola im Volkswagen Camp Qatar vorgefunden hat. „Ich bin beeindruckt“, meinte der Chefcoach zufrieden, „es ist sehr komfortabel, der Trainingsplatz ist direkt am Hotel. Perfekt!“ In Katar kennt sich Guardiola ganz gut aus: Zwei Jahre lang lebte er im Wüstenemirat, „da hat es auch manchmal geregnet.“ Generell aber sei das „Wetter etwas besser als zu Hause. Es ist angenehm.“

Die Voraussetzungen für einen guten Start in die Vorbereitung auf die Rückrunde sind also mehr als gut. Prioritäten in der Trainingsgestaltung setzt Guardiola in den kommenden Tagen indes nur bedingt, denn „wir müssen an allem arbeiten“, sowohl „an der Physis“, als auch „an der Taktik“, wie der Trainer ankündigte. „Wir wollen das Spiel noch mehr kontrollieren, noch mehr den Ball haben.“ Oder kurz: „Wir müssen diese Mannschaft verbessern.“

Dass seine Mannschaft nach dem Rekordjahr 2013 auch in diesem Jahr den nötigen Willen aufbringt, steht für den Katalanen außer Frage. „Die Spieler sind sehr intelligent“, so Guardiola, der auch einen gesunden Konkurrenzkampf innerhalb des Teams als leistungsfördernd empfindet. Zudem habe der FCB bereits im Vorjahr bewiesen, dass er nach starken Leistungen nicht nachlasse. „Ich muss den Spielern nicht sagen, dass sie gut spielen müssen. Das ist die beste Mentalität.“

Kalt wurde es übrigens auch in Doha noch, zumindest für die Spieler. Schuld war aber kein plötzlicher Wintereinbruch: Nach dem ersten Training des Tages wartete ein Eisbecken auf die FCB-Profis, die am Mittag durchschnaufen konnten, ehe sie am frühen Abend zu einer zweiten Einheit antreten müssen. Die Vorbereitung ist also in vollem Gange - spätestens seit heute.

Für fcbayern.de in Doha: Marco Donato

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