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'Wir arbeiten sehr detailliert'

Guardiolas Stufe zwei läuft auf Hochtouren

Blasen, Muskelbeschwerden, Schmerzen... Ja, das Trainingslager in Katar tut weh. Während sich die Spieler mit den üblichen Wehwehchen der Vorbereitungszeit herumschlagen, hat es auch Pep Guardiola erwischt: Der FCB-Chefcoach ist heiser - die Folge der auch von ihm intensiv und leidenschaftlich absolvierten Trainingseinheiten.

„Er ist noch nicht am Ende angelangt mit uns, wie man sieht“, meinte Manuel Neuer angesichts der mitreißenden Auftritte des Münchner Chefdirigenten auf dem Trainingsplatz. Guardiola ist mit vollem Körpereinsatz dabei. Er steht mitten im Geschehen, zeigt Pass- und Laufweg an, lobt, kritisiert, gestikuliert und nach der Einheit führt er noch auf dem Platz erste Einzelgespräche.

„Er kommuniziert sehr, sehr viel mit uns, individuell und auch kollektiv. Er ist sehr aktiv“, berichtete Dante. Guardiola ist nämlich auch nach einer von den Ergebnissen her perfekten ersten Saisonhälfte noch lange nicht zufrieden. „Wenn du immer wieder die Bundesliga gewinnen und um die Champions League kämpfen willst, ist unser Niveau noch nicht hoch genug“, hatte er noch vor dem Weihnachtsurlaub gesagt, „wir müssen viel arbeiten, um wieder Champion zu werden.“

Vor allem an zwei Dingen feilt Guardiola in Doha: zum einen an der Spiel- und Ballkontrolle; möglichst keine unnötigen Ballverluste soll sich die Mannschaft leisten, sich geduldig eine Lücke in der gegnerischen Defensive erspielen. Zum anderen am sofortigen kollektiven Gegenpressing nach Ballverlust, um den Ball schnellstmöglich zurückzuerobern.

'Auch der Kopf muss arbeiten'

Im ersten halben Jahr unter Guardiola habe sich die Mannschaft schon eine gute Grundlage erarbeitet, auf der man nun aufbaue, meinte Neuer: „Wir konnten schon viel lernen und fangen jetzt nicht bei null an.“ Guardiola stellte zufrieden fest, dass die Spieler im Laufe der Hinrunde immer mehr Vertrauen in seine Spielidee fassten. „Am Anfang haben wir viele Konter zugelassen. Das ist viel besser geworden.“

In Doha hat die nächste Stufe von Guardiolas Arbeit begonnen. „Wir wollen uns jetzt weiterentwickeln und arbeiten sehr detailliert“, berichtete Neuer, „auf diesem Niveau machen die Feinheiten den Unterschied aus.“ Deswegen sei die Mannschaft nicht nur körperlich gefordert. „Auch der Kopf muss arbeiten“, erzählte der frisch gebackene Welttorhüter und bekräftigte: „Wir sind hungrig und wollen lernen.“ Das ist wahrlich nicht zu übersehen in diesen Tagen auf dem Trainingsplatz in Doha.

Für fcbayern.de in Doha: Nikolaus Heindl

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