präsentiert von
Menü
Wiedersehen in Stuttgart

Lahm und Co. wollen 'Riesenchance' nutzen

Passen, im Vollsprint aufs Tor zulaufen, schießen, abdrehen, zurücksprinten und wieder von vorn: Pep Guardiola brachte seine Elf am Montag auch im regnerisch-verschneiten München ordentlich ins Schwitzen. Und die Trainingsgruppe war groß: Bis auf Daniel van Buyten und Javi Martínez, die auf dem Nebenplatz an ihrer Rückkehr arbeiteten, sowie Bastian Schweinsteiger (Aufbautraining) und Holger Badstuber (Reha nach Kreuzbandriss) war der gesamte Kader auf dem Zweier voller Elan dabei.

Natürlich auch Dauerbrenner Philipp Lahm, der die knackige Einheit im Schneegestöber hochmotiviert wie eh und je absolvierte - wie schon das erste Rückrunden-Spiel in Gladbach, auf das der Kapitän am Montag noch mal kurz zurückblickte. „Der Gegner hat gemerkt, dass wir hellwach und aggressiv sind und konzentriert Fußball spielen. Das war das A und O“, so Lahm, der es „gut“ fand, „mit so einem Brocken anzufangen. Da weiß jeder sofort, worum es geht“ - zumal sich der FCB „in Gladbach früher immer sehr schwer getan“ habe.

'Man weiß, wie schnell so was geht'

Lahm selbst feierte in Gladbach neben den drei ergatterten Zählern auch ein ganz persönliches Jubiläum. Am Niederrhein bestritt der 30-Jährige sein 300. Bundesliga-Spiel (davon 247 für den FC Bayern). „Bis zwei Tage vor dem Spiel war mir das gar nicht bewusst“, gab Lahm zu, der lieber auf die kommenden Aufgaben vorausblickte. Denn schon am Mittwochabend gastiert der FC Bayern zum Nachholspiel in Stuttgart, wo der Rekordmeister einen weiteren Schritt in Richtung Titelverteidigung machen will.

Das Wiedersehen mit dem VfB, für den der Defensiv-Allrounder zwischen 2003 und 2005 seine ersten Bundesliga-Spiele bestritt, ist für den Kapitän „ein bisschen anders als andere Spiele, weil ich zwei Jahre dort gewohnt habe“, so Lahm, auch wenn „bis auf Cacau und Christian Gentner  niemand mehr da“ sei, „mit dem ich zusammengespielt habe“. Mit dem aktuellen VfB-Coach und früheren Spieler Thomas Schneider hat Lahm 2003 „sogar noch zusammen trainieren dürfen. Ich glaube, er ist ein guter Trainer.“

Auch wenn Lahm kurz auf die Zeit beim VfB zurückblickte - der Kapitän legt sein Augenmerk vor allem auf die Situation in der Meisterschaft. Zehn Punkte Vorsprung sind es aktuell, dabei hätten es „auch nur vier Punkte Vorsprung sein können, wenn wir verloren und Leverkusen gewonnen hätte“, wie Lahm anmerkte, „man weiß, wie schnell so was geht.“ Stattdessen habe der FCB nun „die Riesenchance, unseren Vorsprung auf 13 Punkte auszubauen.“ Und die wollen Lahm und Co. auf jeden Fall nutzen.

Weitere Inhalte