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Aufbauarbeit

Robben 'super im Plan', Badstuber 'froh'

Vom Muezzin, der draußen zum Gebet aufruft, ist drinnen nichts zu hören. In einem Fitnessraum auf dem Gelände der Aspire Academy in Doha, nur einen Steinwurf vom Trainingsplatz der Mannschaft entfernt, läuft am Donnerstagvormittag im Hintergrund Musik, während Arjen Robben und Holger Badstuber schuften. „Zum Aufbau gehören auch Schmerzen“, sagt Robben, der an verschiedenen Geräten Übungen zu Schnellkraft und Explosivität absolviert. Ganz anders trainiert Badstuber. „Der nächste große Schritt für mich ist jetzt das Laufen“, erzählt er.

Der Innenverteidiger, der seit 13 Monaten wegen einer Kreuzbandverletzung pausieren muss, schwitzt erst auf dem Spinningrad, dann geht es (in Schrittgeschwindigkeit) aufs Laufband, ehe zum Abschluss im benachbarten Pool Aquajogging auf dem Programm steht. „Ich brenne. Es ist klar, dass ich zurück auf den Platz will. Ich vermisse den Rasen, ich vermisse das Spiel“, gesteht Badstuber, der aber trotzdem „geduldig“ bleibt. Er weiß: „Man darf das Knie nicht überreizen.“

Einen Zeitplan für sein Comeback gebe es daher nicht. „Für mich ist die Hauptsache, wieder gesund zu werden. Beim FC Bayern geben sie mir alle Zeit der Welt“, sagt er. Natürlich wisse er „ungefähr, wie lange es noch dauert. Ich weiß aber auch, wie lange es dauert, um wieder reinzukommen nach so einer langen Pause.“

Die Tatsache, dass Badstuber mit ins Volkswagen Camp Qatar gereist ist, besitze auch „eine psychologische Komponente“, hat Matthias Sammer Badstubers Situation beschrieben. Das sieht auch Badstuber selbst so: „Ich bin froh, wieder bei der Mannschaft zu sein. Pep Guardiola gibt mir ein gutes Gefühl und zeigt mir, dass ich dazugehöre.“

'Ich brauche noch ein paar Tage'

Während Badstuber daran arbeitet, bald wieder laufen zu können, steht Arjen Robben kurz vor dem Comeback im Mannschaftstraining. „Ich glaube, ich brauche noch ein paar Tage“, erzählt er, „wir sind super im Plan. Alles läuft wunderbar und positiv.“ Vor fünf Wochen hatte der Holländer eine tiefe Risswunde im rechten Knie erlitten. „Drei bis vier Wochen habe ich nichts machen können“, erinnert er sich.

Inzwischen hat Robben bereits wieder mit dem Ball auf dem Platz gearbeitet und damit die letzte Stufe des Aufbauprogramms vor der Rückkehr ins Teamtraining erreicht. Ob er bis zum Rückrundenstart in gut zwei Wochen fit ist? Robben ist zuversichtlich: „Das könnte klappen.“

Für fcbayern.de in Doha: Nikolaus Heindl

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