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'Ich bin guter Dinge'

Schweinsteiger macht den nächsten Schritt

Bastian Schweinsteiger hat den nächsten Schritt auf dem Weg zurück ins Mannschaftstraining gemacht. Am Dienstagnachmittag arbeitete der FCB-Vizekapitän im Volkswagen Camp Qatar erstmals wieder mit dem Ball. Nach dem Aufwärmen nahm der 29-Jährige an einer Taktikübung der Mannschaft teil, anschließend setzte er mit Fitnesscoach Andreas Kornmayer sein individuelles Aufbauprogramm fort - alles mit Ball!

Sein operiertes rechtes Sprunggelenk fühle sich „besser“ an, hatte Schweinsteiger noch mittags in einer Pressekonferenz berichtet, nachdem er zuvor ein intensives Lauftraining absolviert hatte. „Ich kann die Übungen, die mir vorgegeben werden, sehr gut machen und bin guter Dinge, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird.“

Matthias Sammer und Pep Guardiola hatten in den letzten Tagen beide ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen, dass Schweinsteiger noch im Laufe des Trainingslagers in Katar ins Teamtraining zurückkehren kann und zum Rückrundenstart in drei Wochen einsatzfähig ist. „Man muss mit Geduld rangehen. Step by step“, will Schweinsteiger selbst keine allzu hohen Erwartungen wecken. Nach einem von Verletzungen geprägten halben Jahr ist er vorsichtig geworden.

Anfang Juni vergangenen Jahres war Schweinsteiger zum ersten Mal am Sprunggelenk operiert worden. Dabei wurde eine knöcherne Absprengung am Fersenbein entfernt. Kaum zurück in der Startelf erlitt er Ende August beim Bundesligaspiel in Freiburg eine Gelenkstauchung und eine Kapselzerrung, wieder im rechten Sprunggelenk. Doch Schweinsteiger kämpfte sich schnell zurück, spielte oft mit Schmerzen, „weil er um unsere Situation im Mittelfeld weiß“, wie Pep Guardiola damals sagte. Mit Thiago, Javi Martínez, Xherdan Shaqiri und Mario Götze waren gleich vier Mittelfeldspieler wochenlang ausgefallen.

Teamtraining in Sichtweite

Anfang November musste schließlich auch Schweinsteiger klein beigeben. Die Schmerzen waren zu groß geworden. Bei einer erneuten OP wurde eine Verknöcherung am Sprunggelenk behoben, die zu einer Sehnenreizung geführt hatte. Das war vor acht Wochen. „Ich bin zufrieden, wie es jetzt ist, und hoffe, dass es noch besser wird“, sagt der 100-fache deutsche Nationalspieler heute über den Zustand seines Sprunggelenks.

Konzentriert absolviert Schweinsteiger in Doha sein Aufbautraining. Den Ball hat er jetzt wieder am Fuß, das Mannschaftstraining ist in Sichtweite. An den Kampf um einen Stammplatz verschwendet er keinen Gedanken. „Ich weiß, welche Qualitäten ich habe, wenn ich gesund und fit bin. Dadurch hat man eine gewisse Ruhe in sich“, sagte er. Deutschlands Fußballer des Jahres weiß: Sein Comeback ist nur eine Frage der Zeit.

Für fcbayern.de in Doha: Nikolaus Heindl

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