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Schöpf, Green, Sallahi

Youngster-Trio 'lernt jeden Tag dazu'

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Ein altes griechisches Sprichwort, das bestens passt in diesen Tagen, wenn Pep Guardiola seine Mannschaft in Doha ordentlich ackern lässt. Für einige ist es aber vor allem auch eine große Bewährungsprobe. Zum Beispiel für Julian Green, Alessandro Schöpf und Ylli Sallahi, die nicht erst beim Testspiel gegen Al-Merrikh SC (2:0) auf sich aufmerksam machen konnten.

„Mein Motto ist: Raus auf den Platz und einfach machen!“, verriet Schöpf im Gespräch mit fcbayern.de. Und das zahlt sich aus. Mit acht Toren und drei Vorlagen ist der 19-jährige Mittelfeldmann aus Österreich maßgeblich am Erfolg der zweiten Mannschaft von Trainer Erik ten Hag beteiligt, die in der Regionalliga Bayern lange Zeit einsam vorneweg marschierte und als Tabellenführer nach wie vor eine gute Ausgangsposition im Aufstiegskampf hat.

Bei den Profis indes weht noch mal ein anderer Wind - dessen ist sich das Trio bewusst. „Die Intensität ist höher. Alles geht viel schneller“, erklärt Sallahi, der am Donnerstagabend gegen Al-Merrikh eine Halbzeit lang gemeinsam mit Landsmann David Alaba die linke Außenbahn beackerte. Angesichts des straffen Programms verwundert es nicht, dass zwischen Trainingseinheiten und Testspielen vor allem Relaxen auf dem Programm steht, wie Schöpf - gegen den sudanesischen Meister ebenfalls 45 Minuten lang auffällig aktiv - sagt. „Abends ist man schon froh, wenn man einen Gang zurückschalten und sich ins Bett legen kann.“

Mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Al-Merrikh konnte auch Julian Green wieder einmal Werbung in eigener Sache betreiben. Für den 18-jährigen Stürmer beinahe Business as usual, denn der in Tampa, Florida geborene und in Deutschland aufgewachsene Stürmer traf auch in der Regionalliga fast wie er wollte (18 Spiele, 15 Tore). Schon beim Champions-League-Spiel in Moskau belohnte Guardiola den flinken Angreifer mit einem fünfminütigen Kurzeinsatz. „Darüber habe ich mich gefreut, das gibt Selbstvertrauen“, erinnert sich Green, für den es nach wie vor „etwas Besonderes“ ist, mit „dieser Mannschaft zu trainieren. Man lernt jeden Tag dazu.“

'Wir sind immer noch dieselben Jungs'

Auch, weil die Mannschaft die Jungspunde sehr gut aufnimmt. „Ich gehe gerne auf die jungen Spieler zu und rede viel mit ihnen“, meinte etwa Franck Ribéry, „es macht Spaß, sie trainieren zu sehen.“ Für die Talente sei es „super, hier dabei sein zu können. Als ich so alt war wie sie, hatte ich diese Chance nicht.“ In der Tat sei es „großartig, wir sind sehr dankbar“, wie Sallahi betont. Und Schöpf, der wie Green im November einen Profivertrag unterschrieben hat und weiter bei der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln soll, ergänzt: „Wir hauen uns einfach immer rein und geben Vollgas. Wir versuchen dem Trainer zu zeigen, was wir können.“

Guardiola indes spricht viel mit den Talenten, vor allem während der Einheiten. „Er nimmt uns auf dem Platz zur Seite und zeigt uns, was er von uns erwartet und wie wir unsere Positionen spielen sollen“, erklärt Schöpf. In den Spielphilosophien von Guardiola und ten Hag macht der Junioren-Nationalspieler „viele Ähnlichkeiten“ aus, „beide wollen so lange wie möglich den Ball in den eigenen Reihen halten. Sie wollen schnell umschalten.“ Und: „Bei der zweiten Mannschaft spielen wir dasselbe System. Das kommt uns zugute.“

Verändert haben sich die Youngster durch die gestiegene Aufmerksamkeit nicht. „Wir sind immer noch dieselben Jungs“, bekräftigt Green, der natürlich weiter Kontakt zu den Mitspielern der zweiten Mannschaft hält. „Viele Glückwünsche“ habe es gegeben, so Sallahi, um direkt nachzuschieben, dass „wir noch nichts erreicht“ haben. „Man muss immer Leistung zeigen und sich anbieten.“ Schöpf gibt derweil die Maxime für die kommenden Wochen vor: „Wir geben Gas und schauen, was am Ende rauskommt!“

Für fcbayern.de in Doha: Marco Donato

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