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'Es ist schade für ihn'

Shaqiris 2-Tore-Gala folgt die Ernüchterung

Als Xherdan Shaqiri in der 61. Minute den Platz verließ, fasste er sich kurz an den Oberschenkel. Er verzog sein Gesicht. Richtig glücklich sah das Schweizer Kraftpaket nicht aus. Und das, obwohl er eigentlich einen glänzenden Nachmittag erlebt hatte. Zwei Tore (34., 42.) steuerte Shaqiri zum 4:0 (3:0)-Sieg der Bayern gegen den SC Freiburg bei. Es war sein Tag - bis der Muskel bei einem Sprint streikte. Die Diagnose: Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Und das wenige Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League beim FC Arsenal.

„Es ist schade für ihn“, erklärte Pep Guardiola, dem nach dem Ausfall von Franck Ribéry nun in den kommenden Spielen eine weitere Offensivoption weniger zur Verfügung steht. „Er kann außen oder innen spielen. Er ist dynamisch und hat dieses Gefühl vor dem Tor“, so Guardiola über Shaqiri, „er ist ein wichtiger Spieler für mich.“

Während der Schweizer Nationalspieler in der Bundesliga-Hinrunde nur drei Mal von Beginn an ran durfte, begann das Jahr 2014 für Shaqiri mit deutlich mehr Spielzeit. In vier von bislang fünf Ligapartien startete er! Gegen Freiburg gelang ihm nun auf der Ribéry-Position sein erster BL-Doppelpack. Jeweils mit seinem starken linken Fuß netzte Shaq ein. Auch sonst hatte der Mittelfeldspieler zahlreiche starke Szenen.

'Er ist ein klasse Spieler'

„Ich bin froh, dass ich getroffen habe, das ist immer wichtig“, sagte der 22-Jährige. Nicht sicher war sich Shaqiri, ob er nun „ein, eineinhalb oder zwei Tore“ erzielt hatte. Denn beim 3:0 schoss er Teamkollege Thomas Müller an, der den Ball abfälschte. „Es ist relativ egal, wem der Treffer zugestanden wird. Wichtig ist, dass der Ball im Netz landet“, sagte Shaqiri. Müller gab sich gönnerhaft: „Ich will mich nicht groß als Torschütze aufdrängen.“

Offiziell bekam ihn schlussendlich Shaqiri zugesprochen, der sechs seiner sieben BL-Tore für den FC Bayern in der heimischen Allianz Arena erzielt hat. Nur beim 1:1 im Hinspiel in Freiburg schlug der Schweizer auch auswärts zu. In London und Hannover wird Shaqiri den Bayern nun auf alle Fälle fehlen. Schade, finden neben Guardiola auch seine Teamkollegen. „Er ist ein klasse Spieler“, lobte Kapitän Philipp Lahm. Manuel Neuer ergänzte: „Shaq kann Spiele entscheiden. Er ist unberechenbar.“

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