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Arsenal vor dem Rückspiel

Wenger: 'Wir können das schaffen'

2014 lebt die Hoffnung auch digital. Im Fall von Arsenal London drücken die Gooners, wie die Anhänger des englischen Tabellendritten heißen, ihrem Team bei Twitter unter den Hashtags #believe und #coyg (Come on you gooners) die Daumen. Rund 26 Stunden vor dem Anpfiff saß die Hoffnung aber auch in Fleisch und Blut in der Allianz Arena. Trainer Arsene Wenger und Mittelfeldstratege Mikel Arteta ließen auf der Abschlusspressekonferenz keinen Zweifel daran, dass sie im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Bayern alles daran setzen werden, das 0:2 aus dem Hinspiel noch zu drehen.

„Wir wissen, dass wir das schaffen können. Mit Qualität und der richtigen Leidenschaft können wir diese Aufgabe lösen“, betonte Wenger, „wir haben schon überall in Europa gewonnen.“ Arteta sagte: „Es ist hart, hier zu spielen. Aber wenn wir ein Tor schießen, ändert sich alles. Wenn wir unser Bestes geben, haben wir eine Chance.“

Pep Guardiola und seine Mannschaft können sich also auf ein hartes Stück Arbeit einstellen. Wie schon im Hinspiel vor drei Wochen. Und wie vor einem Jahr, als sich beide Teams ebenfalls im Achtelfinale gegenüberstanden, Arsenal das Rückspiel in München mit 2:0 gewann und nur wegen der Auswärtstorregel ausschied. Die Erinnerung daran „stärkt den Glauben, dass das Ergebnis möglich ist“, meinte Arteta.

'Die richtige Balance'

„Wir sind in einer ähnlichen Situation wie letzte Saison, vielleicht sogar in einer besseren“, sagte Wenger. Denn diesmal würde Arsenal mit einem 2:0 zumindest eine Verlängerung erzwingen. Ein frühes Tor „wäre hilfreich“, meinte der erfahrenste aktive Champions-League-Trainer (159 Spiele). Gleichzeitig dürfe man aber auch nicht die Geduld verlieren. „Gegen Everton haben wir in den letzten fünf Minuten zwei Tore geschossen“, erinnerte er an den 4:1-Erfolg im FA-Cup vom letzten Wochenende.

Wenger ist aber auch überzeugt, dass seine Mannschaft „viel mehr“ leisten muss als beim Sieg vor einem Jahr. „Bayern ist eine sehr eingespielte Mannschaft, voller Selbstvertrauen. Ich glaube, im Moment sind sie der große Favorit in Europa“, meinte der Elsässer, der mit seiner Mannschaft am Dienstagabend „ein sehr guter Gegner“ sein will. „Wir wissen, dass wir angreifen müssen. Aber wir wissen auch, dass wir verteidigen müssen. Ich muss die richtige Balance finden.“

Auch Gibbs fällt aus

Daran sollen auch die deutschen Legionäre im Arsenal-Kader beitragen. Mesut Özil habe sein Tief nach seinem vergebenen Elfmeter im Hinspiel überwunden, glaubt Wenger: „Am Dienstagabend hat er eine gute Gelegenheit, zu zeigen, wie gut er ist.“ Per Mertesacker („Er ist in England ein sehr großer Spieler geworden.“) ist in der Innenverteidigung gesetzt. Ex-Bayer Lukas Podolski („Er war lange verletzt und hat jetzt eine sehr gute Form.“) und der 18-Jährige Serge Gnabry („Er hat eine große Zukunft.“) werden wohl zunächst auf der Bank sitzen.

Verzichten muss Wenger in der Allianz Arena auf Torhüter Wojciech Szczesny, der im Hinspiel Rot sah. Ihn wird - wie vor einem Jahr - Lukasz Fabianski ersetzen. Neben den langzeitverletzten Theo Walcott (Kreuzbandriss), Jack Wilshere (Haarriss im Fuß), Aaron Ramsey (Oberschenkelzerrung), Kim Källström (Rückenprobleme) und Abou Diaby (Knieverletzung) musste kurzfristig auch Linksverteidiger Kieran Gibbs mit Knöchelproblemen passen. Für ihn wird wohl Thomas Vermaelen zum Einsatz kommen. Zurückkehren in die erste Elf dürften Laurent Koscielny (nach Oberschenkelproblemen) und Arteta, der im Hinspiel gelb-rot-gesperrt zusehen hatte müssen. Wenger versprach: „Wir werden alles geben.“

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