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Souverän und intelligent

'Wir sind verdient weitergekommen'

Geschichte wiederholt sich? Nicht an diesem Abend in der Allianz Arena, über dem ja der Schatten des letzten Jahres hing. Fast auf den Tag genau eine Sonnenumkreisung zuvor hatte der FC Bayern bis zum Schlusspfiff um den Einzug ins Champions-League-Viertelfinale zittern müssen. Und jetzt? Wieder Achtelfinal-Rückspiel, wieder gegen den FC Arsenal, wieder ein Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel - doch kein Zittern! „Das Weiterkommen war niemals gefährdet, eine souveräne Vorstellung“, fasste Thomas Müller das 1:1 (0:0) zusammen, das dem FC Bayern zum Viertelfinal-Einzug genügte.

14:7 Torschüsse, 27:11 Flanken, 67 Prozent Ballbesitz - die Statistik zeugt von der Überlegenheit des FCB gegen den Dritten der Premier League. „Insgesamt haben wir es sehr gut gemacht“, sagte Arjen Robben. Manuel Neuer meinte: „Im Großen und Ganzen sind wir in zwei Partien verdient weitergekommen und können zufrieden sein.“ Selbst Arsenal-Trainer Arsene Wenger, dessen Team in München einen 0:2-Rückstand aufholen hätte müssen, gestand ein: „Wir haben es nicht geschafft, sie wirklich unter Druck zu setzen.“

„Sehr zufrieden“ verließ Pep Guardiola die Allianz Arena. Das Konzept des FCB-Cheftrainers - Arsenal nicht ins Spiel kommen lassen; Ballverluste und Konter vermeiden - war aufgegangen. „Wir wollten das Spiel kontrollieren, das ist uns gelungen“, sagte Guardiola, „wir haben es geschafft, unsere Fehler zu minimieren, haben intelligent und auf sehr hohem Niveau gespielt. Außer dem Gegentor, was man auch als Foul hätte pfeifen können, ist nichts passiert. Alles gut.“

'Keine großen Probleme'

„Wir haben nichts zugelassen, viel selbst kreiert, dabei aber leider kein Tor geschossen“, analysierte Robben die Münchner Dominanz, der nur die Zielstrebigkeit fehlte. „Wir haben oft die Grundlinie erreicht, aber den letzten Pass nicht gemacht“, sagte Guardiola. In der 54. Minute erzielte schließlich Bastian Schweinsteiger die überfällige Führung.

Aus dem Nichts fiel jedoch nur drei Minuten später der Ausgleich durch Lukas Podolski, der zuvor allerdings nicht ganz sauber den Ball erobert hatte. „Wir sind im Sprint, da reicht eine kleine Berührung und man kommt ins Straucheln - das war der Fall in dieser Situation“, berichtete Philipp Lahm.

Der Ausgleich jedenfalls „hat ein bisschen wehgetan“, wie Thomas Müller sagte. Gleichzeitig schöpfte Arsenal dadurch noch einmal Hoffnung und konnte die Partie nun etwas ausgeglichener gestalten. „Das ist normal“, meinte Guardiola, „nach dem 1:1 hatten wir für 15 Minuten ein paar Probleme, aber keine großen.“

Erst Leverkusen, dann Auslosung

Denn hinten ließen die Bayern in der verbleibenden Spielzeit nach wie vor kaum einen Torschuss der Gunners zu, vorne erspielten sie sich noch die eine oder andere Gelegenheit. Die beste hatte Müller, der in der Nachspielzeit mit einem Foulelfmeter an Arsenal-Torwart Lukasz Fabianski scheiterte. „Ich muss es natürlich besser machen“, weiß Müller, „der Torwart hat sich spät bewegt, dann wollte ich das Ruder noch nach rechts herumreißen, es hat aber nicht mehr ganz gereicht.“

Doch diesen Fehlschuss konnte sich der FCB an diesem Abend leisten. Jetzt warten die Bayern auf die Auslosung am 21. März. „Es werden acht Topmannschaften im Viertelfinale stehen“, weiß Robben, dass in der Runde der letzten Acht das nächste Spitzenteam auf den Titelverteidiger wartet. Zuvor steht am Samstag noch das Heimspiel gegen Leverkusen auf dem Programm. „Das ist eine der Mannschaften, gegen die wir in dieser Saison noch nicht gewonnen haben“, erinnerte Kroos. Auch diese Geschichte soll sich nicht wiederholen.

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