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'So macht Fußball Spaß'

FCB marschiert weiter vorneweg

Sieben Spiele, 21 Punkte, 28:2 Tore - die bisherige Bilanz des FC Bayern in der Bundesliga-Rückrunde ist mehr als beeindruckend. Unbeirrt zieht der deutsche Rekordmeister Woche für Woche seine Kreise an der Tabellenspitze, eilt von Sieg zu Sieg und gibt sich auch weiterhin keine Blöße. Beim 6:1 (1:1)-Erfolg am Samstag in Wolfsburg blieb der FCB zum 49. Mal hintereinander ungeschlagen - allerdings hatte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola gegen den Tabellen-Fünften aus Niedersachsen deutlich mehr Mühe, als es das klare Endergebnis vermuten lässt.

„Wir wussten, wie schwierig das Spiel hier werden würde“, resümierte Guardiola nach dem Schlusspfiff in der mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Volkswagen Arena, in der der VfL sich über eine Stunde lang als ebenbürtiger Gegner präsentiert und dem FCB alles abverlangt hat. „Man hat heute wieder gesehen, dass man nichts geschenkt bekommt, man muss immer wieder hart dafür arbeiten“, sagte Arjen Robben. Und Jérôme Boateng meinte schlicht: „Wir können nicht jeden Gegner in Grund und Boden spielen. Das war heute ein Arbeitssieg.“

Extra-Klasse von der Bank

Aggressiv, diszipliniert und mit hoher Laufbereitschaft agierten die Gastgeber von Beginn an und boten dem Triple-Sieger der vergangenen Saison lange Paroli. „Wir haben 60, 65 Minuten lang ein überragendes Spiel gemacht“, meinte VfL-Trainer Dieter Hecking hinterher, „wir haben sehr, sehr viel richtig gemacht und die Bayern zum Wackeln gebracht“. 1:1 stand es noch bis zur 63. Minute, nachdem Naldo (17.) die Gastgeber in Führung gebracht und Xherdan Shaqiri (26.) wenig später ausgeglichen hatte.

Bis dahin hatte der VfL einen „unglaublichen Rhythmus“ und phasenweise „viel, viel besser gespielt als wir“, lobte Guardiola den Gegner, der seine Elf mit aggressivem Pressing schon kurz vor dem eigenen Strafraum störte. Dadurch hatte der FCB „Probleme im Aufbauspiel und um Überzahl im Mittelfeld herzustellen“, wie Guardiola einräumte. Doch dann kam die „Extra-Klasse von der Bank der Bayern“ (Hecking), die die bis dahin enge Partie zugunsten der Gäste entschied.

Joker bringen die Wende

Mit der Einwechslung von Thiago für Shaqiri (56.) und Mario Mandzukic für Toni Kroos (57.) bewies Guardiola ein glückliches Händchen und leitete so den 22. Saisonsieg ein. Nach feinem Zuspiel des spansichen Nationalspielers traf Thomas Müller (63.) zur 2:1-Führung, Mandzukic (66.) erhöhte nur drei Minuten später auf 3:1. „Da haben wir sie im richtigen Moment erwischt und gleich nachgelegt, dann war die Sache durch“, meinte Müller über die spielentscheidende Phase.

Franck Ribéry (71.), erneut Müller (78.) und Mandzukic (80.) sorgten in der Folgezeit für den Endstand zugunsten der Bayern, die sich „kurzfristig in einen Rausch gespielt und die Räume, die da waren, gnadenlos genutzt haben“, so Müller weiter. „So macht Fußball Spaß.“ Für Kapitän Philipp Lahm war es „nur eine Frage der Zeit“, bis der VfL dem hohen Aufwand Tribut zollen würde. „Über 90 Minuten gegen uns durchgehend Pressing zu spielen, durchgehend immer aggressiv anzulaufen, das ist nicht so einfach. Hinten raus haben wir sie dann geknackt.“

„Der Sieg war sehr wichtig für uns. Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um unseren Titel zu verteidigen“, zog Guardiola ein positives Fazit über den 16. Dreier in Folge. Die ersten 60 Minuten allerdings gaben dem Spanier drei Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Arsenal Anlass zur Kritik. „Wir haben heute nicht so dominiert wie in den letzten Spielen.“ Am Dienstag gegen die Gunners müsse sein Team wieder anders auftreten. „Wenn wir Arsenal den Ball lassen, bekommen wir große, große Probleme.“

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