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'Hut ab!'

FCB macht 'wieder einen Schritt'

Stürmisch und ungemütlich war es am Sonntag in München, was knapp 1.000 Fans aber nicht davon abhielt, ihre Stars beim Training zu beobachten. Der Ausflug an die Säbener Straße lohnte sich, da unter anderem Philipp Lahm, Franck Ribéry oder Thiago auf dem grünen Rasen ihr Können zeigten. Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und Co., die am Samstagabend gegen Bayer Leverkusen in der Startelf gestanden hatten, erholten sich stattdessen im Leistungszentrum. Der 2:1-Sieg gegen einen destruktiven Gegner hatte Kraft gekostet.

„Das Spiel war kein Kracher, aber Leverkusen hat alles dafür getan, dass es kein Kracher wird“, resümierte Thomas Müller. Die „Mauertaktik“ der Gäste „hat uns so ein bisschen eingeschläfert. Wir sind nicht ans Limit gekommen.“ Ähnlich sah es Matthias Sammer. „Fakt ist, dass wir das Spiel zwar kontrolliert haben, aber auch ein bisschen zu langsam und behäbig gespielt haben. Wir haben nicht geglänzt.“

Dennoch war es am Ende ein hochverdienter Bayern-Sieg: 23:6 Torschüsse, knapp 80 Prozent Ballbesitz und 824:209 Pässe belegen dies auch statistisch. Der Bayern-Express rollt weiter unaufhaltsam in Richtung 24. Deutsche Meisterschaft. Der Vorsprung auf die Verfolger (23 Punkte) ist nun bereits so komfortabel, dass die Münchner theoretisch bereits am kommenden Wochenende in Mainz die Titelverteidigung perfekt machen könnten. „Wir sind wieder einen Schritt näher“, erklärte Arjen Robben.

Nicht nachlassen

Doch egal ob in Mainz, Berlin oder dann zu Hause gegen Hoffenheim. Entscheidend wird sein, „die Spannung“ in den kommenden Wochen hochzuhalten, forderten Pep Guardiola und Sammer. „Jetzt haben wir eine Situation, wo wir andere Dinge tun können, aber blöderweise nicht auf den Gedanken kommen sollten, unseren Rhythmus zu verlieren“, sagte der Sportvorstand, „die Situation jetzt ist eine Komfortsituation.“ Nun müsse man aber „stark darauf achten“, nicht nachzulassen.

Gegen Leverkusen fanden die Bayern, die nach 25 Spielen nun unglaubliche 71 von 75 möglichen Punkten auf ihrem Konto haben, schwer ins Spiel. „Wir hatten Probleme im Spielaufbau“, bemängelte Guardiola, „zum Glück haben wir kurz vor der Pause getroffen.“ Mario Mandzukic (44.) war es einmal mehr, der die Fans per Kopfballtor erlöste. Kurz nach der Pause (52.) erhöhte Schweinsteiger per Freistoß, ehe Stefan Kießling in der Nachspielzeit der Ehrentreffer gelang.

„Die zweite Halbzeit war deutlich besser“, fand Guardiola. Sammer lobte die „individuelle Qualität bei den Toren“. Insgesamt sei aber „zu wenig Tempo“ im Spiel gewesen. Für einen ungefährdeten Heimsieg reichte es schlussendlich dennoch. Die Super-Serien wurden weiter ausgebaut, was Müller ins Schwärmen brachte: „Schon ein bisschen verrückt. 50 Spiele ohne Niederlage - das ist mal ein Wort. Aber ich glaube, 17 Siege in Folge sind noch beeindruckender. Hut ab!“

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