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'Wichtig ist Dienstag'

FCB hakt 'komisches Spiel' schnell ab

Der Mannschaftsbus ist die Vorhut. Eine gute Stunde nach Spielende machte sich der MAN Lion's Coach L Supreme am Samstagabend auf den 1.500 Kilometer langen Weg nach Manchester. Die rot leuchtende Allianz Arena verschwand zügig im Rückspiegel, mitsamt des 3:3-Unentschiedens gegen 1899 Hoffenheim. „Klar sind wir nicht zufrieden mit einem Unentschieden. Aber es ist nichts Schlimmes passiert“, bilanzierte Xherdan Shaqiri „ein komisches Spiel“.

Es war die erste Partie nach dem vorzeitigen Gewinn der Deutschen Meisterschaft, Pep Guardiola hatte zur großen Rotation gegriffen und seine Startelf auf sieben Positionen verändert. Kein Wunder also, dass die Rädchen nicht so ineinandergriffen, wie man es vom Titelverteidiger gewohnt ist. „Das ist ein bisschen normal“, fand der FCB-Chefcoach. Tom Starke, der zu seinem zweiten Saisoneinsatz gekommen war, sagte: „Heute haben wir gezeigt, dass wir auch nur Menschen sind. Irgendwie war der Wurm drin.“

Die Führung Hoffenheims durch Anthony Modeste (23. Minute) konnten Claudio Pizarro (31./40.) und Xherdan Shaqiri (34.) in den zehn besten FCB-Minuten noch zu einer 3:1-Führung drehen. Doch Sead Salihovic (44.) und Roberto Firmino (75.) schafften für die nie nachlassenden Kraichgauer noch den Ausgleich. „Gratulation an Hoffenheim. Sie haben gut gespielt“, meinte Guardiola, der bei seiner Mannschaft die sonst übliche Ballkontrolle vermisste.

Gewarnt vor ManU

„Heute hatten wir nicht so einen guten Tag. Wir haben Fehler gemacht, die wir normalerweise nicht machen“, analysierte Bastian Schweinsteiger „vielleicht ist es auch normal, dass so ein Spiel mal passiert. Wichtig ist, dass wir am Dienstag ein gutes Spiel machen.“ Dienstag, das heißt Champions-League-Viertelfinale, Manchester United, Old Trafford.

„Wenn wir spielen wie heute, werden wir viele Probleme haben“, warnte Guardiola, „es ist die beste englische Mannschaft der letzten 20 Jahre. Sie haben große Erfahrung.“ Auch Thomas Müller erwartet „zwei richtig schwere Spiele. Manchester United hat seinen Kader nur geringfügig verändert im Vergleich zum letzten Jahr und da sind sie englischer Meister geworden meines Wissens nach - das wird man nicht so im Vorbeigehen.“

'Wissen, was wir können'

Die Verletzung Thiagos (fcbayern.de berichtete) war angesichts der Aufgabe in der Champions League umso bitterer. „Wir werden ihn sehr vermissen“, sagte Guardiola. Arjen Robben meinte: „Das ist unser größter Verlust heute.“ Doch weder von Thiagos Ausfall noch vom Hoffenheim-Spiel wollen sich die Bayern jetzt irritieren lassen. „Extrem heiß“ (Müller) geht die Mannschaft in das Duell mit Manchester.

„Wir wissen alle, was wir können, und wollen das am Dienstag abrufen. Wir haben Ziele vor Augen, die wir verwirklichen wollen“, betonte Schweinsteiger am Samstagabend im Bauch der Allianz Arena, während der Mannschaftsbus draußen abfuhr. Die Köpfe der Spieler waren da schon in Manchester angekommen.

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