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Matchball in der Heimat

Perfektes Drehbuch für 'Berliner Jung' Boateng

Fußball, diesen Satz hat jeder Profi schon mindestens einmal gesagt, ist kein Wunschkonzert. Wenn Jérôme Boateng allerdings einen Wunsch frei gehabt hätte, wenn er das Drehbuch für diese 51. Bundesliga-Saison geschrieben hätte, dann wäre die Konstellation am 27. Spieltag genau so, wie sie jetzt ist. Ein Sieg fehlt noch zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft, ein Sieg am Dienstag in Berlin - dort also, „wo für mich alles angefangen hat“, wie Boateng fcbayern.de erzählte.

„Ich bin ein Berliner Jung“, sagte der 25-Jährige, der gerade seine dritte Saison im FCB-Trikot spielt. Aufgewachsen ist Boateng in Berlin-Charlottenburg, gar nicht so weit weg vom Olympiastadion, wohin er jetzt mit dem FC Bayern zurückkehrt. „Wenn man in dem Stadion, in dem ich meine ersten Bundesligaspiele bestritten habe, Meister werden kann, ist es schon etwas Besonderes“, ist er voller Vorfreude.

Unterstützung von der Tribüne

Vor sieben Jahren, im Januar 2007, hatte der heutige deutsche Nationalspieler für Hertha BSC sein Bundesligadebüt gefeiert, insgesamt fünf Jahre (2002-07) war er für die Alte Dame am Ball. Kontakt zu seinem Ausbildungsverein hat er noch immer. Mit Hertha-Ersatzkeeper Sascha Burchert habe er noch in der Jugend zusammengespielt, erzählte Boateng. Regelmäßig in Kontakt stehe er zudem mit Änis Ben-Hatira, Maik Franz und Sami Allagui.  

„Mit Sami habe ich schon ein bisschen hin und her geschrieben“, berichtete Boateng, der weiß, dass ihm mit dem FCB im Olympiastadion nichts geschenkt werden wird. „Die Berliner freuen sich auf das Spiel und wollen uns ein Bein stellen.“ 50 bis 60 Mitglieder und Freunde der Familie Boateng werden am Dienstagabend aber ihrem Jérôme die Daumen drücken. „Und nach dem Spiel will ich mit der Mannschaft feiern“, sagte Boateng. In Berlin. Dort, wo alles für ihn angefangen hat.