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2 Tore, 1 Vorlage

'Sankt Müller' feiert glänzendes Comeback

5-gegen-2, dehnen, locker auslaufen, vor allem aber viel, viel lachen - Thomas Müller genoss am Sonntagmittag vor rund 700 Fans an der Säbener Straße bei strahlendem Frühlingswetter die regenerative Trainingseinheit nach dem 6:1-Sieg in Wolfsburg. Mit zwei Toren und einer Vorlage hatte der 24-Jährige gegen die Wölfe ein glänzendes Comeback gefeiert, nur zwei Wochen nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Da konnte ihm selbst der knapp verpasste Hattrick nicht die Stimmung verderben.

„Ich muss das Tor abgeben, da bleibt mir nichts anderes übrig. Der Schiedsrichter hat mir schon in der Halbzeit gesagt, dass es nicht mein Tor war. Damit hat er mich noch mehr gekitzelt“, sagte Müller zum zwischenzeitlichen 1:1 in der 26. Spielminute. Im Tohuwabohu vor dem Wolfsburger Tor hatte Müller den Ball in die Maschen geschossen - doch die Zeitlupe zeigte: Zuvor hatte bereits Xherdan Shaqiri die Kugel über die Linie bugsiert.

„Jetzt hat mir Shaq schon zwei Tore geklaut“, wies Müller schmunzelnd auf das 4:0 gegen Freiburg vor drei Wochen hin, „aber kein Problem. Ich habe dann ja noch zwei gemacht. Da machen wir den Sankt Martin und teilen gerne.“ In der 63. Minute gelang Müller das wichtige 2:1, später köpfte er noch den fünften Bayern-Treffer, ehe er seinem Sturmkollegen Mario Mandzukic das Tor zum 6:1 auflegte. Beide liegen mit je 22 Saisontoren an der Spitze der teaminternen Torschützenliste.

'Alles in die Waagschale werfen'

„Zurzeit läuft es einfach. Wir brauchen nicht viele Tormöglichkeiten“, freute sich Müller, „dass wir so eine Mannschaft haben, die immer will.“ Das aggressive Pressing der Wölfe sei „ekelig“ gewesen. Aber: „Das ist schwer über 90 Minuten durchzuhalten. Die Räume, den Meter mehr, den wir ab der 60. Minute hatten, haben wir mit unserer Klasse exzellent ausgenutzt. Deswegen ging es so hoch aus.“

Vom Ergebnis dürfe man sich aber nicht täuschen lassen, mahnte Müller mit Blick auf das anstehende Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Arsenal London. „Wir müssen hochkonzentriert sein am Dienstag und alles in die Waagschale werfen.“ Der mit 20 Treffern zweiterfolgreichste Deutsche in der Geschichte der Königsklasse könnte dabei wieder ein wichtiger Faktor sein: Mit vier Toren ist er aktuell der beste FCB-Schütze in der laufenden CL-Saison und in den letzten drei CL-Partien hat er immer getroffen. Vor dem Tor teilt Sankt Müller einfach gerne aus.

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