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'Ein würdiger Leader'

Schweinsteiger auf dem Weg zu alter Stärke

Kein Zweifel: Bastian Schweinsteiger war der Spieler der Woche beim FC Bayern. Mit seinem Treffer zum wichtigen 1:0 im Achtelfinal-Rückspiel in der Champions-League gegen Arsenal London wischte er die letzten Zweifel am Viertelfinaleinzug beiseite, vier Tage später in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen (2:1) bereitete er erst das Führungstor von Mario Mandzukic vor, ehe er mit einem prächtigen Freistoß selbst für die Vorentscheidung sorgte.

„Ich versuche das seit letztem Jahr mehr zu üben. Letztes Jahr ist es mir auch schon ein paar Mal gelungen. Es war ein wichtiges Tor. Das hat das Ganze noch einmal beruhigt“, sagte Kunstschütze Schweinsteiger, der nicht nur für seine Tore und Vorlagen vom Fachmagazin kicker nach beiden Partien jeweils zum „Spieler des Spiels“ auserkoren wurde. Nach langer Verletzungspause hat der 29-Jährige schnell wieder seinen Rhythmus gefunden und nähert sich Schritt für Schritt seiner Bestform.

Noch nicht ganz der Alte

„Ich bin froh, dass mir nicht mehr viel weh tut. Es fühlt sich immer besser an“, erklärte Schweinsteiger wohlwissend, dass er noch nicht seine alte Leistungsfähigkeit erreicht hat. „Ich versuche, so schnell wie möglich das absolute Topniveau zu erreichen. Da tun Spiele vor allem wie gegen Arsenal sehr gut. Ich bin noch nicht da, wo ich hin will, aber ich freue mich, dass es aufwärts geht“, meinte Schweinsteiger.

Diese Meinung teilt auch Matthias Sammer, der Schweinsteiger „auf einem super Weg“ sieht. „Ich kenne ihn jetzt 20 Monate, sein ganzer Bewegungsablauf wird immer besser. Er wirkt physisch sehr stabil“, meinte der Sportvorstand des Rekordmeisters. „Wir sollten nicht vergessen, dass er in seiner Entwicklung mit der Operation nie wirklich frei trainieren konnte. Das kommt jetzt alles. Die letzten Prozente der Fitness kommen mit Training und Spielen“, so Sammer weiter.

'Bald ist er top, top, top'

Rechtzeitig zur entscheidenden Phase in der Saison ist Schweinsteiger also wieder zurück und beansprucht seinen Platz in der Mittelfeldzentrale vor der Abwehr. Am Samstag gegen Leverkusen führte er als Vertreter des geschonten Philipp Lahm den FCB an. „Er war ein würdiger Kapitän, ein würdiger Leader“, schwärmte Sammer über den dienstältesten Bayern-Profi. „Er ist jetzt schon sehr gut. Aber, um mit dem Trainer zu reden, bald ist er top, top, top.“

Das hofft Pep Guardiola natürlich auch. Der Spanier hat den Vize-Kapitän des Triple-Gewinners in den letzten Wochen behutsam herangeführt, zuletzt kam er zwei Mal über die volle Spielzeit zum Einsatz. Guardiola erinnerte aber ebenfalls daran, dass sein Mittelfeldstratege „lange, lange gefehlt“ habe und noch Zeit brauche. Aber: „Er wird jedes Spiel ein bisschen besser.“

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