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'Immer besser in Tritt'

Vorbereiter Ribéry, Vollstrecker Schweinsteiger

Manchmal ist Fußball ganz einfach. Eine Körpertäuschung, ein präziser Pass, Ball annehmen und aus ein paar Metern in die freie Ecke schießen. So fiel am Dienstagabend der Führungstreffer des FC Bayern beim 1:1 gegen dem FC Arsenal. Es war die Co-Produktion zweier Rückkehrer: Vorbereiter Franck Ribéry, Vollstrecker Bastian Schweinsteiger.

„In der Champions League gegen eine sehr gute Mannschaft 90 Minuten zu spielen, tut mir sehr gut“, freute sich Schweinsteiger nicht nur über sein erstes Pflichtspieltor seit Oktober, sondern auch über seinen ersten Einsatz über die komplette Spielzeit seit Anfang November. Kurz danach hatte sich der FCB-Vizekapitän zum zweiten Mal in der laufenden Saison einer Sprunggelenks-Operation unterziehen müssen. Jetzt hat er die Verletzung offenbar endgültig überwunden.

„Ich komme immer besser in Tritt, spüre die Probleme nicht mehr“, berichtete der 29-Jährige nach dem Arsenal-Spiel. Es war sein dritter Startelf-Einsatz seit seinem Comeback vor dreieinhalb Wochen, sein erstes Champions-League-Spiel seit November. Nicht nur wegen seines Treffers war er einer der Aktivposten im FCB-Team. Er gab auch die meisten Torschüsse (4) aller Spieler auf dem Platz ab.

Ribéry und der Rhythmus

„Ich muss jetzt absolute Topfitness kriegen und fühle, dass ich noch ein bisschen brauche bis zur Topleistung“, weiß Schweinsteiger, dass er noch Luft nach oben hat. „Er braucht Training, Training, Training“, meinte auch Pep Guardiola nach dem Spiel. Dass er im entscheidenden Achtelfinal-Rückspiel der Champions League dennoch nicht auf Schweinsteiger verzichtet hat, zeugt von seiner Wertschätzung für den Mittelfeldspieler. „Ich brauchte ihn heute“, erklärte Guardiola, „er ist eine Persönlichkeit und stark im Kopf. Bastian ist überragend. Er kann auch spielen, wenn er nicht toptopfit ist.“

Das gilt auch für Franck Ribéry. Europas Fußballer des Jahres hatte im Februar vier Wochen wegen einer Gesäß-OP zuschauen müssen. Dann stand er innerhalb von vier Tagen gleich zweimal wieder in der Startelf, erzielte dabei ein Tor (in Wolfsburg) und legte Schweinsteiger gegen Arsenal den Ball mustergültig auf. „Ich bin vielleicht noch nicht bei 100 Prozent, aber ich komme langsam in den Rhythmus“, sagte Ribéry nach der Partie gegen die Gunners.

Wie Schweinsteiger war auch Ribéry ein Aktivposten im Bayern-Spiel und bereitete die meisten Torschüsse auf dem Platz vor (3). In der Bundesliga war der Franzose in den letzten elf Partien an 14 Treffern beteiligt (7 Tore, 7 Vorlagen). Gesund und fit könnten Ribéry und Schweinsteiger ein weiterer Trumpf des FC Bayern in den kommenden Wochen sein. Das glaubt auch Karl-Heinz Rummenigge, wie er kürzlich im Interview mit fcbayern.de sagte: „Wir brauchen ihn (Schweinsteiger, d. Red.), um unsere Ziele zu erreichen. Genau wie Franck Ribéry. Er ist für jede gegnerische Defensive ein Schreckgespenst.“

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