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Das ist Manchester United

Bayern gegen Manchester United - ein Duell mit Tradition. 2010 trafen beide Teams zuletzt aufeinander, ebenfalls im Viertelfinale, wo der FC Bayern knapp die Oberhand behielt. Doch was erwartet den Triple-Sieger in der Neuauflage vier Jahre später? fcbayern.de hat den Viertelfinal-Gegner des Klub-Weltmeisters genauer unter die Lupe genommen.

Geschichte: Der Manchester United Football Club ging 1902 aus dem 24 Jahre zuvor gegründeten Verein Newton Heath hervor, der von einer Gruppe Arbeitern ins Leben gerufen wurde. 1908 gewann ManUnited bereits seine erste englische Meisterschaft, ein Jahr später folgte der erste Triumph im FA-Cup.

Erfolge: Mit 20 Meisterschaften sind die Red Devils mittlerweile englischer Rekordmeister vor dem FC Liverpool (18). Den englischen Pokal holte United insgesamt elfmal - auch das ist Rekord in England. International gehört ManU seit Jahrzehnten zur Creme de la Creme: Drei Landesmeistertitel (1968, 1999, 2008) und den Pokal der Pokalsieger (1991) holte der Klub bisher nach Old Trafford, zweimal krönten sich die Red Devils zum Weltpokalsieger (1999) bzw. Klub-Weltmeister (2008).

Stadion: Das legendäre Old Trafford bietet 75.769 Zuschauern Platz (bei internationalen Spielen). Damit ist das 1910 erbaute Theatre of Dreams (deutsch: Theater der Träume) das zweitgrößte Stadion Englands.

Internationale Bilanz: In der Champions League ist keine Mannschaft so erfahren wie der englische Meister. Zum 19. Mal nimmt ManU in dieser Saison an der Königsklasse teil - so oft wie kein anderes Team. Seit 1996/97 waren die Engländer ununterbrochen für die CL qualifiziert. 13 Mal erreichten die Engländer aus dem Nordwesten des Landes bisher das Viertelfinale - das schaffte sonst nur der FC Bayern. In der Vorsaison war für Rooney und Co. jedoch bereits im Achtelfinale Schluss.

Duelle mit dem FC Bayern: An das letzte Aufeinandertreffen mit United erinnern sich die Bayern-Fans gerne zurück. 2010, ebenfalls im Viertelfinale, setzte sich der deutsche Rekordmeister knapp durch (2:1, 2:3) - und das, obwohl die Bayern im Rückspiel zwischenzeitlich mit 0:3 zurückgelegen hatten. Doch gegen die Engländer musste der FCB auch eine seiner bittersten Niederlagen hinnehmen, als die Bayern in der Nachspielzeit des CL-Finals 1999 (1:2) den scheinbar sicheren Titelgewinn noch aus der Hand gaben. Die Bilanz spricht dennoch leicht für den FCB: Aus neun Spielen holten die Bayern drei Siege und vier Unentschieden (bei zwei Niederlagen).

Aktuelle sportliche Situation: In der Champions League ist ManUnited auf Kurs, weniger gut läuft es in der Meisterschaft. Dort belegen die Red Devils aktuell nur Rang 7 und müssen mit zwölf Punkten Rückstand auf Platz 4 arg um die neuerliche Qualifikation für die CL bangen. Aus den Pokalwettbewerben (FA- und Ligapokal) ist United bereits ausgeschieden.

Trainer: David Moyes trat vor der laufenden Spielzeit das Erbe von Sir Alex Ferguson an, der 27 Jahre lang (!) die Geschicke in Old Trafford lenkte. Moyes betreute zuvor den FC Everton und wurde in England dreimal zum Trainer des Jahres (2003, 2005, 2009) gewählt. Einen Titel hat Moyes in seiner Laufbahn noch nicht gewonnen.

Schlüsselspieler: Rio Ferdinand, Nemanja Vidic, Patrice Evra, Ryan Giggs, Michael Carrick, Robin van Persie und natürlich Wayne Rooney: Der Kader von ManU ist gespickt mit international erfahrenen Top-Spielern. Ashley Young, Antonio Valencia und Marouane Fellaini sind ebenfalls gestandene Profis. Mit Phil Jones, Danny Welbeck und dem 18 Jahre jungen Adnan Januzaj verfügt Moyes aber auch über junge, talentierte Akteure.

Taktik: Moyes schickt seine Elf vorwiegend im 4-2-3-1 auf den Rasen. Vor dem starken David de Gea im Tor verteidigt eine Viererkette mit u.a. Ferdinand innen und Kapitän Evra links außen. Letzterer wird im Hinspiel wegen einer Gelbsperre fehlen. Davor räumen zwei Sechser - zuletzt Giggs und Carrick - ab. Als einzige Spitze fungiert Robin van Persie, der das Duell gegen Bayern allerdings wegen einer Knieverletzung verpassen wird. Gegen Piräus wurde der Holländer von Valencia und Welbeck flankiert - auch, weil der im Winter von Chelsea geholte Juan Mata in der CL nicht spielberechtigt ist. Hinter van Persie wirbelt Rooney, der vor allem beim 5:0-Sieg in Leverkusen mit vier (!) Assists fleißig Scorerpunkte sammelte.

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