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'Weiter verbessern'

'Glücklicher' FCB will weiter 'Vollgas geben'

Als Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer um 22:19 Uhr das Spiel in der Allianz Arena abpfiff, war der Pokalfinal-Hattrick perfekt. Nach dem 5:1-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern steht der FC Bayern erneut im Endspiel um den DFB-Pokal - zum dritten Mal in Folge, zum 20. Mal insgesamt! „Das Ergebnis ist gut“, stellte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge anschließend fest, und Kapitän Philipp Lahm sagte: „Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie in Berlin unbedingt dabei sein will.“

Dabei erwies sich der ambitionierte Zweitligist zunächst als zäher Brocken. „Es war nicht einfach“, gab Arjen Robben zu, „vor allem am Anfang“, als die Pfälzer die Bayern mit viel Herz und Geschick vom eigenen Tor fernhielten. Der Titelverteidiger aber ließ sich vom mutigen Auftritt des Aufstiegsaspiranten nicht allzu sehr beirren, ging „giftiger als zuletzt“ (Robben) zu Werke und hätte sich nach Müllers Lattenschuss (9. Minute) beinahe früh belohnt.

'Ein Stück weit freier'

„Es war nicht schlecht heute“, meinte der Aluminiumschütze, und spätestens mit dem Kopfballtreffer von Bastian Schweinsteiger zum 1:0 (23.) schien der Bann gebrochen. „Eine kleine Unsicherheit“ machte Müller dennoch „in der einen oder anderen Situation“ aus, was auch den Underdog dazu verleitete, weiter seine Chance zu suchen - ehe Toni Kroos die Führung noch etwas komfortabler gestaltete (32.).

„Die beiden Treffer haben uns gut getan. Danach waren wir ein Stück weit freier und haben besser gespielt“, zeigte sich Kroos im Anschluss erleichtert, „man hat gesehen, dass wir absolut heiß waren, das Spiel zu gewinnen und nach Berlin zu fahren.“ Müller brachte den Rekordpokalsieger mit einem verwandelten Elfer (50.) endgültig auf Kurs, ehe Mario Mandzukic (78.) und Mario Götze (90.) die letzten Restzweifel - Simon Zoller (60.) hatte zwischenzeitlich auf 3:1 verkürzt - beiseite räumten.

'Einen Gang hochschalten'

„Wir haben das gemacht, was man erwarten durfte: gegen einen Zweitligisten zu gewinnen und ins Finale einzuziehen. Das ist ok - nicht mehr, nicht weniger“, sagte Rummenigge. Sportvorstand Matthias Sammer zeigte sich „glücklich, dass wir im Finale sind“, stellte jedoch „viele Konzentrationsfehler“ fest, daran müsse man unter anderem „arbeiten“. Und auch Rummenigge stellte klar: „Wir sind selbstkritisch genug, dass wir wissen, dass wir wieder einen Gang hochschalten müssen.“

Am besten schon in Braunschweig kommenden Samstag. „Wir müssen immer Vollgas geben“, fordert Robben, der anmerkte, dass die Bayern sich „weiter verbessern“ müssen, „du brauchst immer 100 Prozent Einsatz.“ Auch Dante fordert: „Wir müssen nach vorne schauen und Gas geben.“ Der Glaube an die eigene Stärke ist groß, wie Sammer versichert: „Unsere Mannschaft hat unser totales Vertrauen.“ Der Sportvorstand weiß: „Wenn wir so spielen wie vor der Meisterschaft, dann sind wir zu allem in der Lage.“

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