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Zurück in Spanien

Guardiolas 'spezielles' Spiel

Es gab kein Entkommen. Gleich ein ganzes Dutzend Fotografen und Kameramänner umringte Pep Guardiola, als er am Dienstagnachmittag auf der Abschlusspressekonferenz vor dem Champions-League-Halbfinale in Madrid Platz nahm. Natürlich steht Pep Guardiola im Fokus. Es geht nicht nur um ein wichtiges Spiel, es ist auch die erste Rückkehr von Guardiola in sein Heimatland seit er Trainer beim FC Bayern ist.

Mit dem FC Bayern nach Madrid zu kommen, sei schon „speziell“, sagte der 43-Jährige, der seit zehn Monaten in München auf der Trainerbank sitzt. Doch viele Worte wollte er nicht über seine Rückkehr nach Spanien verlieren. Karl-Heinz Rummenigge erzählte: „Es ist sicherlich ein besonderes Spiel für ihn als Spanier. Aber er ist völlig entspannt.“

Im Mittelpunkt steht für Guardiola die sportliche Aufgabe. „Madrid ist ein sehr, sehr starker Gegner, der stärkste im Halbfinale“, betonte er vor dem Hinspiel gegen die Königlichen im Estadio Santiago Bernabéu - ein Fußballtempel, in dem Guardiola als Trainer noch nie verloren hat! Fünf Siege und zwei Remis holte er in Liga, Copa del Rey, Supercopa und Champions League mit dem FC Barcelona in Madrid. Sein erstes Spiel dort als Barça-Trainer endete mit einem 6:2-Sieg.

'Jedes Detail ist geplant'

„Die Statistiken sind wertlos“, sagte Guardiola jetzt vor seiner achten Partie im Bernabéu, „es war eine andere Zeit, eine andere Mannschaft, ein anderer Verein. Das hat nichts mit diesem Spiel zu tun. Egal ob als Spieler oder als Trainer, ich bin nie ins Bernabéu gekommen und habe mich als Favorit gefühlt. Dafür habe ich zu großen Respekt. Um Real Madrid zu schlagen, muss man immer eine große Leistung bringen.“

Deswegen bereitet Guardiola die Bayern akribisch auf die Partie vor. „Pep macht das in einer Art und Weise, wie ich es noch nie erlebt habe. Da ist jedes Detail besprochen, geplant, durchdacht“, berichtete Matthias Sammer im FCB.tv-Interview. Guardiola kenne Real „aus dem Effeff“. Doch das sei keine Erfolgsgarantie. Denn der Trainer steht nicht auf dem Rasen. „Wir brauchen die Spieler, um das Spiel für uns zu entscheiden“, sagte Sammer. Spätestens mit dem Anpfiff stehen die elf Bayern auf dem Platz allein im Fokus.

Für fcbayern.de in Madrid: Nikolaus Heindl

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