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'Wie ein Finale'

Kribbeln und Tüfteln an der Säbener Straße

Beim Gefühl in der Magengegend gibt es in diesen Tagen keinen Unterschied zwischen Fußballfan und -profi. „Es kribbelt schon ein bisschen“, macht sich bei Jérôme Boateng dieselbe Mischung aus Vorfreude und Anspannung breit wie bei allen Bayern-Fans. Zwei Tage sind es noch bis zum Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Manchester United, ein Duell „wie ein Finale“, betonte Boateng.

Mit zwei Trainingseinheiten stimmte Pep Guardiola seine Mannschaft am Montag auf die wegweisende Partie ein. „Jeder ist schon fokussiert auf Mittwoch, jeder geht sehr konzentriert im Training zu Werke“, erzählte Boateng. Nach dem 1:1 im Hinspiel würde den Bayern schon ein 0:0 zum Weiterkommen reichen. Doch das ist blanke Theorie, wie der Innenverteidiger anmerkte: „Wir sollten nicht auf 0:0 spielen und wollen das auch nicht.“

„Natürlich auf Sieg“ lautet auch für Mario Götze die Ausrichtung für das Spiel gegen die Red Devils. „Wir wollen unbedingt gewinnen, Tore machen, unseren Fußball spielen - das hat uns dieses Jahr ausgezeichnet und das wollen wir auch am Mittwoch zeigen“, sagte der Offensivspieler. Doch beim Hinspiel in Old Trafford war es den Engländern gelungen, dem Spiel der Bayern mit einem Defensivbollwerk die Torgefährlichkeit zu nehmen. Damit dies nicht wieder passiert, tüftelt Guardiola nun mit seinem Team an Lösungen.

'Wir wissen, was wir können'

„Wir müssen einfach im letzten Drittel noch entschlossener, noch zielstrebiger sein“, meinte Götze, „und wenn sie mal ungeordnet sind, schnell nach vorne spielen und die Räume nutzen, die sich ergeben. Das wird entscheidend sein am Mittwoch.“ Boateng erwartet Manchester wie im Hinspiel vor allem defensiv eingestellt: „Sie werden wieder versuchen, über Konter und Standards zu kommen. Wir müssen ein Stück weit schneller spielen, schneller flanken, auch mal aus der zweiten Reihe schießen.“

Dass Manchesters Sturmführer Wayne Rooney wegen einer Zehenverletzung ausfallen könnte, diesen Berichten aus England wollen weder Boateng noch Götze glauben. Falls ja, wäre das aber sicherlich „ein Verlust“ für ManUnited, wie Boateng angesichts der Qualitäten des englischen Nationalstürmers sagte: „Wayne Rooney ist der Schlüsselspieler bei Manchester. Er ist immer anspielbar, holt sich viele Bälle, schlägt die Standards und ist immer torgefährlich.“

Doch Rooney beschäftigt die Bayern vor dem Spiel nur am Rande. „Wir wissen, was wir können. Und wir wissen auch, dass wir am Mittwoch eine sehr, sehr gute Leistung bringen müssen, um weiterzukommen“, sagte Boateng. Wichtig sei jetzt, sich weiter konzentriert im Training vorzubereiten, meinte Götze. „Jeder Einzelne freut sich auf das Spiel.“ Nicht nur die Profis können den Anpfiff kaum erwarten.

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