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Vor dem Rückspiel

Auch United rotiert - hoffen auf Rooney

Vier Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage - so lautet die Bilanz von Englands Rekordmeister Manchester United aus den letzten sechs Pflichtspielen. Mit drei Erfolgen aus den letzten vier Partien hat sich die Mannschaft des schottischen Trainers David Moyes in der heimischen Premier League auf den sechsten Tabellenplatz vorgeschoben und hat bei noch fünf ausstehenden Spieltagen wieder alle Chancen, auch im kommenden Jahr wieder international zu spielen.

Vor allem der klare 4:0-Sieg am Samstag bei Newcastle United stimmte Moyes zuversichtlich, das Minimalziel in der laufenden Spielzeit zu erreichen. „Ich denke, wir haben heute als Mannschaft sehr gut gespielt“, sagte Moyes nach dem Erfolg im St James' Park, den der überragende Juan Mata (39./50. Minute), Javier Hernandez (64.) und der eingewechselte Adnan Januzaj (90.+3) sicherten.

Starke Auswärtsbilanz

Vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League am Mittwochabend beim FC Bayern setzte United seinen Aufwärtstrend also fort. Vor allem auswärts - in Newcastle gelang bereits der zehnte Auswärtssieg der Saison, Spitzenwerte in der Premier League - wusste der amtierende englische Meister meist zu überzeugen. „Ich freue mich wahnsinnig über unsere Auswärtsleistungen“, gab Moyes zu Protokoll. „Das vermutlich Schwierigste im Fußball ist, auswärts zu gewinnen. Heute haben wir zum Teil fantastisch gespielt.“

Und mit diesem Selbstvertrauen wird Manchester wohl auch am kommenden Mittwoch in der Allianz Arena antreten, um nach dem 1:1-Unentschieden im Hinspiel erstmals seit 2011 wieder ins Halbfinale der Königsklasse einzuziehen. Gegen Newcastle stellte Moyes sein Team im Vergleich zum Bayern-Spiel am vergangenen Dienstag gleich auf acht Positionen um, schonte dabei zahlreiche Stammkräfte wie Torwart David de Gea, Kapitän Nemanja Vidic, Innenverteidiger Rio Ferdinand oder Routinier Ryan Giggs.

Rooney fraglich, Evra zurück

Verzichten musste Moyes hingegen auf Angreifer Wayne Rooney, der wegen eines Blutergusses im Zeh gegen die Magpies passen musste. Offiziell ist auch sein Einsatz in München noch fraglich. Gleiches gilt für Ashley Young, der gegen Newcastle schon nach 17 Minuten wegen einer Bänderverletzung in der Hand ausscheiden musste. „Es sieht nicht gut aus“, meinte Moyes, der wohl definitiv seinen verletzten Topstürmer Robin van Persie ersetzen muss. Dafür steht der im Hinspiel gesperrte Patrice Evra wieder zur Verfügung.

Fraglich ist zudem, ob ManU in München ähnlich defensiv agieren wird wie in der Vorwoche in Old Trafford. Klar ist, dass die Engländer zumindest einen Treffer erzielen müssen, um den Traum vom Halbfinal-Einzug aufrecht zu erhalten. Moyes erwägt daher eine andere taktische Ausrichtung als im Hinspiel. „Im Moment ist Bayern im Vorteil und wird in die nächste Runde einziehen, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Nicht unbedingt in den ersten Minuten, aber im Laufe des Spiels müssen wir etwas tun, um weiterzukommen.“

Heißt im Klartext: „Wir dürfen kein Tor zulassen und dann einem Rückstand hinterher laufen. Das wird schwer gegen Bayern, sie sind sehr stark, wenn sie den Ball haben. Wir müssen versuchen, das erste Tor zu erzielen“, erklärte Moyes. Am Dienstagvormittag wird ManU das Abschlusstraining auf dem heimischen United Ground in Carrington bestreiten, ehe sich das Team auf den Weg nach München macht. Am Abend findet in der Allianz Arena dann die abschließende Pressekonferenz statt.

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