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'Lukas, mach dich bereit'

Raeder genießt seinen 'Traum'

Es ging alles irgendwie ziemlich schnell. „Lukas, mach dich bereit“, rief Pep Guardiola seinem Nachwuchstorhüter in der Halbzeitpause des Ligaspiels gegen Dortmund am vergangenen Wochenende zu, da es bei Manuel Neuer verletzungsbedingt nicht mehr weiterging. Lukas Raeder, 20 Jahre jung, eigentlich Torhüter der zweiten Mannschaft, blickte kurz auf, schnaufte durch - und los ging’s! Raus in die Arena, raus zu 71.000 Zuschauern. „Da rast einem schon etwas das Herz“, blickte Raeder im Gespräch mit fcbayern.de auf seine ereignisreichen letzten Tage zurück.

Die 45 Minuten gegen Dortmund aber waren nur der Anfang. Am Mittwochabend stand Raeder wieder zwischen den Pfosten - im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern, diesmal sogar von Beginn an. „Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“, berichtete der Youngster, der beim 5:1-Sieg (zum Nachbericht) fehlerfrei agierte und einen coolen Eindruck machte. „Es war gut, dass wir in Führung gegangen sind. Das hat es mir erleichtert, da wurde ich dann lockerer.“

Die Nacht vor seinem bisherigen Karriere-Höhepunkt sei ebenfalls „ganz gut“ verlaufen. „Ich habe mir natürlich schon meine Gedanken gemacht, aber die Vorfreude hat überwiegt“, so Raeder. Zumal er von Guardiola volle Rückendeckung erhielt. Der Spanier habe ihm einige Tipps mit auf den Weg gegeben, verriet Raeder: „Spiele einfach und probiere keine Überdinger!“

Auch der angeschlagene Neuer unterstützte den jungen Raeder; beide kennen sich schon aus gemeinsamen Schalke-Zeiten. „Manu ist mein Vorbild“, erzählte Raeder, „er spricht viel mit mir.“ Vor allem Neuers Fähigkeiten als „Libero“ faszinieren den 20-Jährigen. „Wie er mitspielt, das ist Wahnsinn und fällt natürlich besonders auf.“ Raeder weiß, dass noch viel, viel Arbeit auf ihn wartet. Aber derzeit heißt es einfach: Genießen. „Es macht Spaß!“

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