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Einfach nur happy

Dante freut sich auf Pokalfinal-Premiere

„Happy“ - so lautet der Titel des Liedes des US-amerikanischen Sängers Pharrell Williams, das sich über Wochen auf Platz eins der Hitparaden hielt. Ein Lied wie gemacht für Bayern-Profi Dante Bonfim Costa Santos, kurz: Dante, der mit seiner fröhlichen Art und seinem herzlichen Lachen stets gute Laune verbreitet. Vor knapp einem Jahr versuchte sich der Innenverteidiger selbst als Musiker. „Wir gewinnen die Meisterschaft... und Pokal auch“, sang Dante damals in einer Videobotschaft, die er an seine Mannschaftskollegen schickte und es damit später selbst in die deutschen Charts schaffte.

Hintergrund dieses Lieds war Dantes Abwesenheit beim DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart, nur eine Woche nach dem Champions-League-Triumph in Wembley gegen Borussia Dortmund. „Ich war sehr traurig, dass ich nicht dabei war“, erinnert sich der 30-Jährige, der sich zu diesem Zeitpunkt mit der brasilianischen Nationalmannschaft auf den Confederations Cup vorbereiten musste. Um seine Kollegen auf den bevorstehenden Triple-Erfolg einzustimmen, hatte er spontan diese Videobotschaft erstellt.

'Kleine Details werden entscheiden'

Ein Jahr später bietet sich dem Brasilianer nun die Gelegenheit, Verpasstes nachzuholen. Am kommenden Samstag steigt in Berlin erneut das Pokalfinale, und erneut ist der FC Bayern mit von der Partie. Dieses Mal aber mit Dante, der zum ersten Mal ein Endspiel um den DFB-Pokal bestreitet. „Letzte Saison war ich in Brasilien, jetzt freue ich mich sehr, nach Berlin zu fahren“, meinte Dante am Dienstag nach dem Training. „Jetzt will ich diesen Pokal in die Hand nehmen und fühlen!“

Ganz leicht wird die Aufgabe allerdings nicht, denn wie schon vor einem Jahr in Wembley heißt der Gegner erneut BVB. „Dortmund ist gut drauf“, weiß Dante, bemerkte jedoch: „Aber wir auch. Das sehe ich im Training.“ Daher erwartet der Abwehrspieler im ausverkauften Olympiastadion eine ganz enge Partie. „Wer will mehr? Wer ist mehr fokussiert? Der wird gewinnen“, meinte Dante. „Kleine Details werden entscheiden.“

Respekt, aber keine Angst

In der Bundesliga musste sich der FCB vor rund fünf Wochen mit 0:3 geschlagen geben, das Hinspiel im November 2013 hatte der Rekordmeister mit dem gleichen Ergebnis hingegen für sich entschieden. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sei die Mannschaft „voller Selbstvertrauen“, berichtete Dante. „Wir haben es die ganze Saison sehr, sehr gut gemacht. Wir werden alles geben, um das Ding zu gewinnen.“

Gegen das schnelle Umschaltspiel der Dortmunder müssten „nicht nur elf, sondern alle 18 Spieler, die dabei sind, eine Topleistung bringen. Wir müssen immer konzentriert und fokussiert sein.“ Dabei komme es nicht nur darauf an, den künftigen Münchner Robert Lewandowski („Ein Weltklasse-Stürmer“) in Schach zu halten, auch auf Spieler wie Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emerick Aubameyang oder seinen ehemaligen Gladbacher Teamkollegen Marco Reus („Ich bin ein Fan von ihm“) müsse man aufpassen.

„Wir haben Respekt, wie immer. Aber keine Angst. Ich bin sicher, es wird ein super schönes Pokalfinale“, meinte Dante, der auf eine neuerliche Gesangsdarbietung jedoch verzichten will. „Letztes Jahr haben wir alles gewonnen, dieses Jahr haben wir das CL-Finale verpasst. Jetzt darf ich kein Lied mehr machen. Jetzt ist die Zeit, um mich richtig auf das Finale zu konzentrieren.“ Bei einem Pokalerfolg wird er eines aber auf jeden Fall sein: happy.

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