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'Genialer Trainer'

Die Krönung einer 'großartigen Saison'

Da standen sie. Ausgelaugt. Erschöpft. Und einfach nur glücklich. Einer aber fehlte noch auf der Bühne der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom in Berlin Mitte. Pep Guardiola. Der Meistermacher. Der Architekt. Der, der tatsächlich gleich in seinem ersten Jahr beim FC Bayern das Double holte. „Jungs, ihr habt das prima gemacht“, lobte Hermann Gerland die Mannschaft, „aber wir haben auch einen genialen Trainer.“ Guardiola betrat die Bühne. Man spürte, wie er den Moment genoss. Dieses 2:0 (0:0) gegen Borussia Dortmund, dieser DFB-Pokalsieg tat allen so richtig gut - und Guardiola ganz besonders!

„Pep, du passt wunderbar zum FC Bayern“, lobte Karl-Heinz Rummenigge den Spanier, der in seinem ersten Jahr insgesamt vier Titel holte: nach dem europäischen Supercup und der Klub-WM „die Meisterschaft im Husarenritt und oben drauf den Pokal“, wie Rummenigge stolz aufzählte. Guardiola hat am Samstagabend viel gewagt und alles gewonnen. Das ungewohnte Konzept mit der Dreierabwehrkette um den herausragenden Javi Martínez ging voll auf.

„Gegen diesen Gegner das letzte Spiel zu gewinnen, das ist fantastisch“, sagte Guardiola. Es war diesmal kein typischer Sieg mit Pep-Fußball, sondern ein etwas anderer Plan, der mit enormer Willenskraft umgesetzt wurde. „Wie jeder Einzelne für den anderen gekämpft hat. Wahnsinn. Das war eine überragende Mannschaftsleistung“, brachte es Jérôme Boateng auf den Punkt. Arjen Robben, der mit seinem Tor in der Verlängerung (107.) einmal mehr Wegbereiter des großen Triumphs war, ergänzte: „Wir haben einfach alles reingelegt, wir haben gekämpft bis zum Umfallen.“

'Mit den letzten Körnern'

Thomas Müllers Treffer in der Nachspielzeit der Verlängerung stand schlussendlich sinnbildlich für die enorme Willenskraft der Bayern an diesem Abend. Von Krämpfen geplagt steuerte er auf das BVB-Tor zu. „Bei dem ging halt auch gar nichts mehr“, ließ Lahm seine Beobachtungen noch einmal Revue passieren, „und mit den letzten Körnern hat er ihn dann irgendwie reingeschoben.“ Der Deckel war drauf, der Jubel kannte keine Grenzen. Zum 17. Mal in der Vereinsgeschichte schnappte sich der Rekordpokalsieger den Pott.

„Es war eine großartige Saison“, resümierte Rummenigge zu später Stunde in seiner Bankettrede. Man habe es wieder „allen gezeigt“, frohlockte Lahm, der verletzungsbedingt früh ausgewechselt werden musste, bei der Siegerehrung dann aber bereits wieder stolz den Pokal in den Berliner Abendhimmel recken konnte. „Ich finde es schön, dass Spieler wie Holger (Badstuber) heute da waren, uns angefeuert und mit uns gefeiert haben. So stelle ich mir Teamsport vor“, erklärte der Kapitän. Das Schlusswort an diesem emotionalen Abend aber gehörte dem Trainer: „Ich bin sehr, sehr stolz.“

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