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'Positive Stimmung wecken'

FCB tankt frisches Selbstvertrauen

Dieser Sieg tut gut. Mit einem verdienten 4:1 (1:0)-Erfolg beim Hamburger SV hat der FC Bayern eine „gute Reaktion“ (Thomas Müller) auf das Halbfinal-Aus in der Champions League gezeigt und neuen Schwung aufgenommen für die verbleibenden Aufgaben. „Der Sieg war gut für unseren Rhythmus in der Vorbereitung auf das Pokalfinale in Berlin“, freute sich Pep Guardiola über den 350. Auswärtssieg der Vereinsgeschichte, bei dem die Bayern vor allem mental gefordert waren.

„Es war eine Kopfsache“, erklärte Arjen Robben, „wir müssen wieder umschalten.“ Gar nicht so einfach nach dem Spiel vom Dienstag gegen Real Madrid (0:4), das „natürlich noch ein bisschen in den Knochen steckte“, wie Toni Kroos zugab, „man muss erst mal reinkommen“. Gegen den leidenschaftlich um den Klassenerhalt kämpfenden Bundesliga-Dino dauerte es folgerichtig eine gute Viertelstunde, ehe das Passspiel des FCB „immer besser“ wurde, wie Kroos anmerkte.

Quasi in Perfektion zelebrierten die Bayern ihr Kombinationsgeschick beim 1:0 durch Mario Götze (32. Minute), der nach feinem Doppelpass mit Robben den Bann gebrochen hatte - und nebenbei den BL-Auswärtstorrekord einstellte, der später noch ganz fallen sollte (eigener Bericht). „In der ersten Halbzeit haben wir es eigentlich ganz gut gemacht“, meinte Vorlagengeber Robben, und Kroos freute sich, dass die Bayern „mit Spaß“ auf dem Platz versuchten, „das Spiel vom Dienstag zu verarbeiten.“

'In positiven Rhythmus kommen'

„Das war ein Schritt in die richtige Richtung“, fand auch Manuel Neuer, der mit einer Glanzparade die bis dahin beste HSV-Chance durch Kapitän Rafael van der Vaart (42.) vereitelte. Nach dem Seitenwechsel aber zog der FC Bayern weiter an und belohnte sich für seine zunehmende Überlegenheit, als Instinktfußballer Thomas Müller mal wieder den richtigen Riecher bewies und einen Götze-Schuss zum 2:0 abfälschte (55.).

„Wir wollten wieder eine positive Stimmung in uns wecken. Das haben wir ganz gut geschafft“, hob Müller den psychologischen Aspekt hervor, den das Gastspiel beim HSV mit sich bringen sollte. „Wir müssen einfach schauen, dass wir wieder in einen positiven Rhythmus kommen - von der Intensität her, und vor allem von unserer Gemütslage her.“ Letztere hellte sich nach dem vorentscheidenden 3:0 durch Götze (69.) weiter auf, daran änderte auch der Anschlusstreffer von Hakan Calhanoglu (72.) nicht viel.

'Gut vorbereiten'

Und dann kam ja auch noch Claudio Pizarro. Der Peruaner hübschte seine ohnehin eindrucksvolle Bilanz gegen den HSV weiter auf und machte mit seinem insgesamt 19. Tor gegen die Norddeutschen per Fallrückzieher den Deckel drauf (75.). „Claudio zeigt immer wieder, dass er ein klasse Spieler und super Typ ist“, lobte Robben, der mit der zweiten Hälfte generell zufrieden war: „Wir haben den Platz gut genutzt und gute Tore geschossen.“ Einziger Wermutstropfen blieb der Platzverweis gegen Jérôme Boateng kurz vor Schluss, der somit im abschließenden Bundesliga-Spiel gegen Stuttgart fehlen wird.

Die Ziele für das Heimspiel gegen den VfB sind schnell umrissen. „Wir müssen ein gutes Spiel machen und uns gut vorbereiten auf Berlin“, fordert Robben, „darauf müssen wir jetzt den Fokus legen.“ Aus Dantes Sicht ist es „wichtig, dass wir unser Selbstvertrauen wieder haben, um nach vorne zu gehen, Tore zu schießen und gemeinsam zu verteidigen.“ Und das Selbstvertrauen soll mit einer guten Leistung gegen Stuttgart weiter wachsen, wie Kroos bestätigt, denn: „Wir wollen mit einem guten Gefühl nach Berlin fahren.“

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