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'Thomas ist gereift'

Müller: 'Hier ist meine Heimat'

Thomas Müller. Ein Fan-Liebling. Ein Leistungsträger. Ein Ur-Bayer. Einer, der perfekt zum FC Bayern München passt. Am Mittwoch verlängerte der 24-Jährige seinen Vertrag bis 2019. Tolle Neuigkeiten so kurz vor dem Start der WM. „Hier ist meine Heimat. Hier ist mein Verein“, erklärte der Nationalspieler, „ich will mit diesem für mich ganz besonderen Klub noch viele Titel holen. Ich bin sehr glücklich.“

Durch den neuen Vertrag in München wird Müller nun zusätzlich motiviert in seine zweite WM gehen. In Brasilien ist für den Angreifer dabei alles anders als bei seinem spektakulären Weltmeisterschafts-Debüt vor vier Jahren. „2010 war ich wie in einer Kapsel. Ich wurde da mit reingeworfen und wusste gar nicht so recht, was mit mir passiert“, erinnerte der Sensations-Torschützenkönig von Südafrika: „Da kann ich die WM jetzt vor allem im Vorfeld viel intensiver wahrnehmen.“

Müller geht als Titelverteidiger in das Turnier in Südamerika. Mit fünf Toren und drei Vorlagen errang er als 20-Jähriger in Südafrika sensationell die Torjägerkrone - als dritter deutscher Spieler nach Gerd Müller (1970 in Mexiko / 10 Tore) und Miroslav Klose (2006 in Deutschland / 5 Treffer). Gerade drei Monate vor Turnierbeginn hatte er damals in der Nationalmannschaft debütiert.

'Thomas hat überragend trainiert'

Als Last oder Bürde empfindet er die Messlatte von 2010 jedoch nicht. Sie ist vielmehr ein zusätzlicher Ansporn. „Ich weiß, realistisch eingeschätzt ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass ich wieder Torschützenkönig werde. Das hat auch noch keiner geschafft. Ich werde aber nicht sagen, ich probier's nicht.“ Typisch Müller. Der Sympathieträger, der stets einen guten Spruch parat hat, strebt immer das Maximum an.

„Auch wenn er ein Spaßvogel ist, er will immer gewinnen“, äußerte Teammanager Oliver Bierhoff in Santo André über Müller. „Ich wollte schon immer das Größtmögliche erreichen“, bestätigte dieser. Als Beispiel erzählte er im Trainingslager in Südtirol von einem Tennisturnier in seinem Heimatort, bei dem er als zwölfjähriger Knirps bei den Herren mitspielte: „Da wollte ich auch gewinnen - und ich habe es glücklicherweise auch geschafft.“

Auch für Löw ist der Offensivspieler ein elementarer WM-Baustein. „Thomas hat überragend trainiert und gespielt“, schwärmte der Bundestrainer während der WM-Vorbereitung. Egal, ob auf dem rechten Flügel oder in der Angriffsmitte. „Er ist auf dem Platz einer, der vorangeht. Auf ihn kann man sich verlassen. Er war in vielen Länderspielen prägend“, sagte Löws Assistent Hansi Flick im Campo Bahia. Und der Co-Trainer fügte noch hinzu: „Thomas ist gereift.“ Und steht unmittelbar vor seinem 50. Länderspiel.

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