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Brasilien rot-weiß, Teil 1

WM-Vorschau: (Geheim-) Favoriten, Youngster, Papa

Endlich geht es los! Am Donnerstag ist Anpfiff zur Weltmeisterschaft in Brasilien. Mit dabei sind 14 Profis vom FC Bayern, verteilt auf acht Teams. Kurz vor dem WM-Auftakt stellt fcbayern.de die Mannschaften der FCB-Profis kurz vor. Welche Aussichten haben sie? Welche Rolle spielen die Münchner im Kader? In Teil eins geht es um die Schweiz, Deutschland, die USA und Belgien. Teil zwei mit Brasilien, Kroatien, Spanien und den Niederlanden folgt am Mittwoch.

Gruppe E: Schweiz (Frankreich, Ecuador, Honduras)

Die Hoffnungen der Schweiz ruhen vor allem auf Xherdan Shaqiri. Nach einem Muskelfaserriss hat sich der Publikumsliebling vom FC Bayern rechtzeitig zum WM-Start fit gemeldet. Beim WM-Auftakt der Eidgenossen am Sonntag gegen Ecuador gilt er als gesetzt.

Bekannte Namen im Kader von Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld sind außerdem unter anderem Gökhan Inler (SSC Neapel), Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin), Philippe Senderos (FC Valencia) und Diego Benaglio (VfL Wolfsburg). Insgesamt neun Spieler verdienen ihr Geld in der Bundesliga, nur in der deutschen Mannschaft tummeln sich in Brasilien mehr BL-Profis (16).

„Wir haben eine gute Mischung, spielen erfolgreichen und offensiven Fußball“, ist Shaqiri überzeugt, „dass wir eine Überraschungsmannschaft werden können.“ Die WM-Qualifikation schlossen die Schweizer als ungeschlagener Gruppensieger (vor Kroatien) ab. In Brasilien hat die Schweiz den Achtelfinaleinzug fest im Visier. Sollten es Shaqiri & Co. ins Viertelfinale schaffen, wäre das der größte Erfolg seit der WM 1954.

Gruppe G: Deutschland, USA (Portugal, Ghana)

Nach zwei dritten Plätzen (2010, 2006) sowie Rang zwei 2002 sind die Erwartungen an die deutsche Mannschaft riesig, auch wenn sie zuletzt durch Verletzungsprobleme etwas gedämpft wurden. Immerhin sind die seit Wochen angeschlagenen FCB-Profis Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Manuel Neuer offenbar beim WM-Auftakt am Montag gegen Portugal einsatzfähig.

Insgesamt sieben Bayern-Spieler - auch Thomas Müller, Jérôme Boateng, Toni Kroos und Mario Götze - zählen zum deutschen Aufgebot, fast alle dürften für Joachim Löw erste Wahl sein. Nach den letzten Eindrücken plant der Bundestrainer mit Lahm wie beim FC Bayern im defensiven Mittelfeld, Müller ist offenbar eine Option als sogenannte Falsche Neun, Boateng agierte als Rechtsverteidiger. Noch will Löw aber die letzten Trainingseindrücke abwarten, ehe er sich endgültig für eine Aufstellung entscheidet.

Nach einer Qualifikation ohne Niederlage geht Deutschland als klarer Favorit auf den Gruppensieg ins Turnier. Portugal ist wohl der größte Gegner, aber auch die USA darf man  nicht unterschätzen. Die physisch starken US-Boys wollen den Gruppenfavoriten mit Konterfußball ein Bein stellen. Nationalcoach Jürgen Klinsmann scheute vor dem Turnier nicht vor einer Verjüngungskur zurück. So strich er unter anderem Publikumsliebling und US-Rekordtorschütze Landon Donovan (32 Jahre) aus dem Kader und nominierte stattdessen FCB-Youngster Julian Green.

„Ich wusste, dass ich eine Chance habe und habe in jedem Training alles gegeben“, freute sich der Offensivspieler vom FCB II über das überraschende Ticket nach Brasilien. Dabei sein ist alles ist das Motto für den 19-Jährigen, der in den Vorbereitungsspielen ein paar Minuten Einsatzzeit bekam und im ersten WM-Spiel am Montag gegen Ghana auf der Bank sitzen dürfte.

Angeführt wird der US-Kader von Kapitän Clint Dempsey (Seattle Sounders), Torwart Tim Howard (FC Everton), Michael Bradley (FC Toronto), Jozy Altidore (AFC Sunderland) und dem Ex-Schalker Jermaine Jones (Galatasaray). Der Hoffenheimer Fabian Johnson hinterließ in den Testspielen einen starken Eindruck, auch dem Nürnberger Timothy Chandler winkt ein Platz in der ersten Elf. Die US-Boys fühlen sich gewappnet für die WM und wollen wie 2010 in Südafrika das Achtelfinale erreichen. Klinsmann: „Das trauen wir uns zu.“

Gruppe H: Belgien (Russland, Algerien, Südkorea)

Wenn vor der WM das Wort Geheimfavorit fällt, dann folgt darauf immer: Belgien. Die Roten Teufel haben mit einer klasse WM-Qualifikation aufhorchen lassen. Souverän sicherten sie sich vor Island den Gruppensieg und nehmen so erstmals seit der WM 2002 wieder an einem großen Turnier (WM, EM) teil.

„Wir wollen erst einmal die Gruppenphase überstehen“, meinte Daniel van Buyten zu den Zielen für Brasilien. Als einziger Spieler im belgischen Kader war er schon 2002 in Südkorea und Japan dabei gewesen. Der Innenverteidiger vom FC Bayern hat wie damals gute Chancen auf einen Stammplatz. In den drei Vorbereitungsspielen (gegen Luxemburg, Schweden und Tunesien)  bestritt er fünf der sechs Halbzeiten, dabei kassierte sein Team kein Gegentor.

Mit 36 Jahren ist Van Buyten der Papa im Aufgebot von Nationalcoach Marc Wilmots, der auf zahlreiche Spieler von europäischen Topklubs zurückgreifen kann: Eden Hazard (FC Chelsea), Thibaut Courtois (Atletico Madrid), Vincent Kompany (Manchester City), Thomas Vermaelen (Arsenal London), Marouane Fellaini (Manchester United), Romelu Lukaku (FC Everton) und Kevin de Bruyne (VfL Wolfsburg). „Ich schwöre, dass wir alles dafür tun werden, um bei unserer Rückkehr ohne Reue in die Augen unserer Fans blicken zu können“, sagte Van Buyten vor der Abreise nach Brasilien. Erster WM-Gegner der Roten Teufel ist am Dienstag Algerien.

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