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Nach Rücktritt

Lahm: 'Ab sofort bin ich Fan der Nationalelf'

Als Philipp Lahm den WM-Pokal in den Himmel von Rio de Janeiro reckte, war die Entscheidung längst gefallen. Nach zehn Jahren sollte Schluss sein bei der Nationalelf, deren kontinuierlichen Aufschwung der 30-Jährige maßgeblich mitgestaltet hat. „Im Laufe der vergangenen Saison ist in mir der Entschluss gereift, dass das sechste große Turnier mit der Nationalmannschaft auch das letzte sein soll“, sagte Lahm exklusiv zu fcbayern.de. „Ich hatte einfach das Gefühl, dass das die richtige Entscheidung ist.“

Die Zeit in der Nationalelf war „ein absolutes Privileg“, so Lahm, der im Februar 2004 (2:1 gegen Kroatien) für die A-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes debütierte. Insgesamt bestritt Lahm 113 Länderspiele, bei denen der WM-Rekordkapitän des DFB immer in der Startelf stand. „Zehn wunderbare Jahre - besser geht es nicht. Ich bin dankbar und froh, dass ich eine so tolle Zeit dort gehabt habe.“

Weltmeister-Coach Joachim Löw lobte den „Weltklassespieler“ in den höchsten Tönen. Lahm sei ein „Musterprofi, der alles dem Erfolg unterordnet“. Mit dem WM-Titel habe der 30-Jährige seine „herausragende Laufbahn gekrönt“. Und Manager Oliver Bierhoff sagte: „Ich habe größten Respekt vor Philipps Karriere und seiner Entscheidung, wir alle können uns bei ihm nur bedanken.“

Für die Nationalelf werde es „nicht einfach, Lahm als Spieler, Mensch und Kapitän zu ersetzen“, meinte FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach der Entscheidung des Bayern-Kapitäns. Lahm selbst gibt „keine Prognosen ab“, wie es beim DFB ohne ihn weitergehe. Dabei wird er der deutschen Elf zumindest in einer Funktion erhalten bleiben. Der Weltmeister kündigte an: „Ab sofort bin ich Fan der Nationalmannschaft.“

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