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2:1 n.V. gegen Algerien

Müller & Co. per Kraftakt ins Viertelfinale

Müller auf Schürrle, Tor - mit diesem Spielzug ebnete sich die deutsche Nationalmannschaft den Weg ins Viertelfinale bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. Im Achtelfinale besiegte das DFB-Team am Montagabend in einem Kraftakt Algerien nach Verlängerung mit 2:1 (0:0). In der 92. Spielminute erzielte André Schürrle nach Hereingabe von Thomas Müller mit der Hacke die umjubelte Führung, die Mesut Özil kurz vor dem Schlusspfiff (119. Minute) noch ausbaute. Der Anschlusstreffer Algeriens durch Abdelmoumene Djabou (120.+1) kam zu spät.

„Wenn man die Chancen nicht macht, dann muss man in die Verlängerung. In der zweiten Halbzeit hatten wir Riesendinger. Aber wir wussten vorher, dass es sehr schwer wird. Genau das haben wir heute erlebt“, meinte Philipp Lahm. Bundestrainer Joachim Löw sagte: „Am Ende war es ein Sieg des Willens. In der ersten Halbzeit waren wir schlecht. Dann waren wir die bessere Mannschaft und hätten das Spiel in der regulären Spielzeit entscheiden müssen.“

Im kühlen Porto Alegre standen erstmals bei der WM alle sieben Bayern-Profis in der deutschen Startformation. Löw entschied sich also auch für Bastian Schweinsteiger anstelle von Sami Khedira im Mittelfeld. Jérôme Boateng rückte für den erkrankten Mats Hummels in die Innenverteidigung und hatte in der ersten Halbzeit mehr zu tun, als ihm lieb war.

Tore erst in der Verlängerung

Denn Algerien erwies sich als unbequemer Gegner. Die Nordafrikaner machten die Räume eng und setzten immer wieder empfindliche Nadelstiche. Mehrfach klärte der aufmerksame Manuel Neuer weit vor seinem Strafraum, zweimal (18., 39. Minute) fehlte nicht viel zur Führung für den Weltranglisten-22. Auf der anderen Seite konnten Schweinsteiger (14.), Müller (35.), Toni Kroos und Mario Götze (beide 41.) kein Kapital aus den wenigen deutschen Gelegenheiten schlagen.

Nach der Halbzeit bekam das DFB-Team die Partie dann in den Griff und drängte auf die Führung. Unter anderem verpassten Lahm (55.), der nach der Auswechslung des verletzten Shkodran Mustafi (70.) als Rechtsverteidiger agierte, Schweinsteiger (79., 90.) und Müller (80., 82.) nur knapp die Führung. Das Tor fiel erst in der Verlängerung durch den nach 45 Minuten für Mario Götze eingewechselten Schürrle.

Müller (99.) hätte die Führung beinahe weiter ausgebaut. Algerien sorgte durch Mehdi Mostefa (101.) noch einmal für Torgefahr, dann besorgte Özil in der 119. Minute das 2:0. Im Gegenzug kamen die Algerier durch Djabou (120.+1) zwar noch einmal heran, kurz darauf konnte das DFB-Team aber das Weiterkommen bejubeln. In der Runde der letzten Acht treffen Müller & Co. am Freitag auf Frankreich, das sich im Achtelfinale gegen Nigeria (2:0) durchgesetzt hat - „eine harte Aufgabe“, meinte Neuer, „wir müssen uns jetzt schnell regenerieren.“

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