präsentiert von
Menü
'Schwerer Brocken' Frankreich

Müller & Co. voller Vorfreude aufs Maracanã

Maracanã - acht Buchstaben, die bei Fußballern fast schon einen heiligen Schauer hervorrufen. Das einst größte Stadion der Welt (fast 200.000 Zuschauerplätze) ist nicht einfach nur eine Sportstätte. Es ist ein Mythos, „ein brasilianisches Heiligtum“, wie Giovane Elber sagte. Franz Beckenbauer erzählte, dass er sich schon bei seinem ersten Spiel dort (1968) „ein bisschen verliebt“ habe in das gigantische Rund, dessen Tribünen vibrierten, wenn die Fan-Massen hüpften, tanzten und feierten.

Durch den umfassenden Umbau für die WM (rd. 75.000 Plätze) hat das Maracanã etwas von seinem Charme verloren, ein Sehnsuchtsziel für alle Fußballer bleibt es dennoch. „Wir freuen uns aufs Maracanã“, sagte Thomas Müller vor dem Viertelfinal-Duell am kommenden Freitag gegen Frankreich. Doch das deutsche Team weiß auch, dass sie im legendären Stadion von Rio de Janeiro „ein schwerer Brocken“ (Bastian Schweinsteiger) erwartet.

„Man hat ganz genau gesehen in der Gruppenphase oder im Spiel gegen Nigeria, wie stark die Franzosen sind“, sagte Schweinsteiger, „sie haben sehr gute Einzelspieler in ihren Reihen, die sehr hohe Qualität haben. Aber sie spielen auch als Mannschaft.“ Der DFB-Vizekapitän sein 106. Länderspiel bestreiten könnte, ist dennoch überzeugt, „dass wir auch Frankreich schlagen können - wenn wir wieder die Einstellung und den Willen haben.“

Und keine schweren Beine. Denn nach dem 120-Minuten-Kraftakt im Achtelfinale gegen Algerien bleibt den Deutschen nur wenig Zeit zur Regenation. „Wir mussten in die Verlängerung gehen. Das ist ärgerlich, wenn man sieht, dass Frankreich 2:0 gewonnen hat und das auch in der regulären Zeit“, meinte Manuel Neuer. Der Welttorhüter hält Frankreich für „die stabilste Mannschaft im Turnier. Wir brauchen elf Spieler auf dem Platz, die zu 100 Prozent fit sind.“ Für die Anstoßzeit in der Mittagssonne von Rio sind mehr als 30 Grad vorausgesagt.

Weitere Inhalte