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'Noch viel zu tun'

Bayern machen Lust auf mehr

Franck Ribéry strotzte an diesem Wochenende nur so vor guter Laune. Die Augen blitzten auf, als er auf seinen neuen Look mit wild gewachsenem Bart angesprochen wurde. „Meine Frau steht drauf. Ich will mich rasieren, sie will, dass der Bart bleibt. Ich kämpfe mit ihr“, erklärte er sein Urlaubssouvenir. Bayerns Franzose ist nach seiner Rückenverletzung und verpasster WM zum Glück mit großer Lust zurück! Am Sonntag nahm Ribéry nach dem 3:0-Finalsieg beim Telekom Cup gegen den VfL Wolfsburg als Kapitän den ersten Pokal der noch jungen Saison in Empfang.

„Ich bin wieder gesund und kann spielen, das ist wichtig“, sagte der 31-Jährige, der an den zwei Tagen in Hamburg überzeugte. Am Samstag gelang dem vor Spielfreude strotzenden Ribéry ein Zaubertor gegen Gladbach, am Sonntag im Finale bereitete er das wichtige 1:0 mustergültig vor. „Ich bin heiß, aber mir fehlt noch der Rhythmus. Wenn ich spiele, brauche ich Explosivität und Schnelligkeit“, analysierte Ribéry rund vier Wochen vor dem Bundesliga-Start.

Es wartet in dieser Vorbereitung noch viel Arbeit - auch auf Ribéry. Das Zusammenspiel mit Robert Lewandowski aber funktionierte bereits beim Telekom Cup überraschend gut. „Das ist ein großer Stürmer“, lobte Ribéry seinen neuen Offensivpartner. Die drei Tore an diesem Wochenende seien sicherlich gut für Lewandowskis Selbstvertrauen. „Er macht das sehr gut, obwohl die Erwartungen an ihn riesig sind“, so Ribéry weiter.

Lewandowski: 'Noch nicht in Topform'

Für Matthias Sammer war der blendende Auftritt des Polens beim Telekom Cup die logische Folge der vergangenen Wochen. „Robert hat von Anfang an gut trainiert. Was er kann, das weiß man ja“, erklärte Bayerns Sportvorstand. Lewandowski selbst blieb bescheiden. Der Start beim FC Bayern sei „sehr gut“ verlaufen, „ab dem ersten Tag“ habe er sich mit den neuen Kollegen bestens verstanden. „Bei jedem Training oder Testspiel klappt es noch besser.“

Lewandowskis Tore an diesem Wochenende waren allesamt ein Genuss. Lange im Gedächtnis bleiben wird sicherlich der Weltklasse-Heber zum 1:0 am Samstag gegen Gladbach - besser geht’s nicht! Von seiner Topform sei er aber noch ein ganzes Stück entfernt, berichtete der Stürmer. „Ich brauche noch ein bisschen Zeit, aber die haben wir ja noch bis zum ersten offiziellen Spiel.“

In rund zweieinhalb Wochen steht der Supercup gegen Dortmund an, in drei das Pokalspiel in Münster. Vorher jetten die Bayern am Mittwochvormittag für neun Tage in die USA. Neben zahlreichen PR-Terminen soll auch dort hart gearbeitet werden - zumal im Laufe der Reise sämtliche WM-Stars zum Team stoßen werden. „Wir nehmen den Sieg beim Telekom Cup mit, wir haben Selbstvertrauen getankt“, sagte Sammer, „aber es besteht kein Grund, euphorisch zu sein. Es gibt viel zu tun.“

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