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Rückennummer 20

'Giftzwerg' Rode stellt sich der Herausforderung

Den Abend vor seinem offiziellen Dienstantritt verbrachte Bayern-Neuzugang Sebastian Rode bereits im Kreise der neuen Kollegen. „Thiago hat mich eingeladen zu sich nach Hause“, berichtete Rode am Mittwoch vor dem Trainingsauftakt des Rekordmeisters über den Vorabend, an dem er gemeinsam mit dem spanischen Nationalspieler den 7:1-Kantersieg der DFB-Auswahl im WM-Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien verfolgt hatte. Ein Ergebnis, mit dem beide vorher nicht gerechnet hatten. „Er hat genauso gestaunt wie ich“, gestand Rode noch immer ein wenig ungläubig.

„Ich finde das sensationell, dass Thiago ihn nach Hause eingeladen hat. Das freut mich sehr. Auch das ist der FC Bayern“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer bei der Vorstellung des ehemaligen Frankfurters und lobte damit die zügige Integration des 23-Jährigen im Kreis des Rekordmeisters. „Die ersten Eindrücke sind durchweg positiv. Ich wurde sehr, sehr gut aufgenommen. Ich freue mich auf die neuen Spieler, die jetzt ankommen“, meinte Rode.

Keine Reaktion vom Knie

Nach einer im vergangenen Februar zugezogenen Knieverletzung hatte der Hesse bereits vor einer Woche begonnen, individuell zu trainieren, um eine gute Basis für den Aufgalopp auf die neue Saison zu schaffen. Er habe „gar kein Problem mehr mit der Verletzung. Es gab keine Reaktion vom Knie“, erklärte Rode, der am Mittwochnachmittag gemeinsam mit dem früheren Dortmunder Robert Lewandowski die Vorbereitung auf die neue Spielzeit aufnahm.

Und in dieser hat der sechsmalige U21-Nationalspieler einiges vor, auch wenn er einräumte, dass der Wechsel aus Frankfurt nach München „kein leichter Schritt“ sei. „Aber ich stelle mich der Herausforderung. Mit Herausforderungen wächst man ja auch“, so Rode, der wie schon zuvor bei der Eintracht auch beim FCB das Trikot mit der Rückennummer 20 tragen wird. „Ein bisschen Aberglaube ist dabei. Damit habe ich mich in Frankfurt gut entwickelt.“

Einer wie Brazzo und Jerry

„Das ist genau die Mentalität, die wir hier brauchen“, freute sich Sportvorstand Sammer über Rodes Einstellung und räumte ein, „große Erwartungen“ in ihn zu setzen. „Er ist ein kleiner Giftzwerg“, lobte Sammer und zeigte sich begeistert von Rodes Technik, Dynamik und Zweikampfverhalten: „Seine Bewegungsabläufe begeistern mich.“ Sammer verglich Rode mit den früheren Bayern-Profis Hasan Salihamidzic oder Jens Jeremies. „Das sind Spieler, die eine Mannschaft braucht. Wir erwarten uns, dass er auch im Trainingsalltag dieses Gift, dieses Feuer jeden Tag einbringt.“

Rode gab die Komplimente in Richtung Sportvorstand umgehend zurück. Sammer sei „früher ein Vorbild von mir gewesen. Ich habe auch ein Trikot von ihm daheim. Ich versuche, ähnlich viel Gift in mir zu haben“, meinte Rode, der in der kommenden Saison „so viele Spiele wie möglich“ für FCB bestreiten will. Einen Vorteil sieht Rode in seiner Variabilität. „Ich bin flexibel einsetzbar. Egal wo, Hauptsache ich stehe auf dem Platz.“