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Tobias Schweinsteiger im Interview

'Wir müssen in Schlagdistanz bleiben'

Tobias Schweinsteiger ist Kapitän - und einer der Schlüsselspieler des FC Bayern II. Seine 14 Saisontore hätten die zweite Mannschaft in der vergangenen Saison um ein Haar in die Dritte Liga geführt. Am Ende reichte es leider nicht ganz. Und so muss er mit den kleinen Bayern in dieser Saison einen neuen Anlauf nehmen. fcbayern.de sprach vor dem Auswärtsspiel der Münchner beim TSV Buchbach (Freitag, 19 Uhr) mit Schweinsteiger unter anderem über den durchwachsenen Saisonstart (4 Punkte nach 3 Spielen) und seine Rolle in der Mannschaft.

Das Interview mit Tobias Schweinsteiger

fcbayern.de: Tobi, wie bewertest du die ersten drei Spiele?
Tobi Schweinsteiger: „Ich bin nicht wirklich zufrieden. Man merkt, dass wir uns noch finden müssen.“

fcbayern.de: Was genau meinst du?
Tobi Schweinsteiger: „Uns fehlt noch die Dominanz der vergangenen Saison. Wir müssen offensiv mehr Zug zum Tor entwickeln. Und defensiv lassen wir zu viele Chancen zu. Insgesamt muss unser Spiel wieder kompakter werden. Aber das alles ist relativ normal, wenn man bedenkt, dass unser Team nahezu komplett neu zusammengestellt ist.“

fcbayern.de: Ist der Aufstieg denn in dieser Saison ein realistisches Ziel?
Tobi Schweinsteiger: „Entscheidend wird sein, dass wir in Schlagdistanz bleiben. Je länger die Saison geht, desto stärker werden wir. Ich hoffe, dass wir mit unserem Talent und unserer Qualität irgendwann eine Serie starten und die Liga wieder beherrschen. Aber: Es ist in dieser Saison nicht so vorhersehbar wie in der letzten, als wir klar die beste Mannschaft waren.“

fcbayern.de: Am Freitag geht es nach Buchbach. Was erwartet euch dort?
Tobi Schweinsteiger: „Ein unangenehmer, bissiger Gegner, der das Regelwerk komplett ausschöpft. Dazu kommen die Zuschauer, ein kleiner Platz und nicht das allerbeste Flutlicht. Darauf müssen wir uns einstellen und von Anfang an hellwach sein.“

fcbayern.de: Dir sind in den ersten drei Spielen zwei Tore gelungen. Befindest du dich schon in Topform?
Tobi Schweinsteiger: „Nein, sicherlich nicht. Ich hatte ja eine schwere Vorbereitung mit einer Verletzung (Haarriss im Fuß, Anm.d.Red.). Dafür läuft es ordentlich. Aber ich merke schon, dass ich meiner Form etwas hinterherhinke. Ich kann noch nicht über 90 Minuten volles Tempo gehen, gegen Ende muss ich richtig beißen. Aber ich versuche, über die Schmerzgrenze zu gehen.“

fcbayern.de: Lebst du auf diese Weise die Rolle als Anführer und Kapitän der jungen Mannschaft vor?
Tobi Schweinsteiger: „Zum Beispiel. Aber ich versuche auch, auf die Jungs aktiv einzuwirken, indem ich viel mit ihnen spreche. Ich lobe sie, aber ich zeige ihnen auch Fehler auf. Nur so werden sie besser. Mich macht es stolz, in dieser Mannschaft vorneweg zu gehen. Das ist ein Privileg - auch, wenn ich es mit diesem jungen Haufen nicht immer leicht habe. (lacht)

fcbayern.de: Am Montagabend warst du mit den Profis beim Testspiel in Duisburg. Eine willkommene Abwechslung zum Regionalliga-Alltag?
Tobi Schweinsteiger: „Auf jeden Fall. Das nehme ich gerne mit. Es ist für mich eine Ehre. Allein schon im Bus neben einem Spieler wie Robert Lewandowski sitzen zu dürfen und mit ihm zu quatschen. Oder mit Holger Badstuber mal wieder zusammenzuspielen. Meine Kumpels daheim würden alles dafür geben, so etwas zu erleben.“

Das Interview führte: Nikolai Kube.

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