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Über den Wolken

Lewandowski ist 'noch nicht am Limit'

Es war ein eher ungewöhnlicher Ort für eine Presserunde. Im Flugzeuggang in rund 10.000 Metern Höhe, irgendwo zwischen New York City und Portland, stand Robert Lewandowski den Fragen der Journalisten, die den FC Bayern auf der Audi Summer Tour USA 2014 begleiten, Rede und Antwort. Seit knapp drei Wochen ist der Angreifer nun beim deutschen Rekordmeister, mit vier Toren in vier Testspielen hat sich der Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison auf Anhieb gut eingefügt.

Als „nächsten Schritt“ in seiner Karriere hatte der 25-Jährige den Wechsel von Borussia Dortmund zum FCB bei seiner offiziellen Präsentation bezeichnet. „Vom ersten Tag an“ sei alles sehr gut gelaufen, erklärte der polnische Nationalspieler hoch oben über den Wolken. Die Mannschaft habe ihn sehr gut aufgenommen und die Integration laufe besser als zu seiner Zeit beim BVB, als er mit gerade mal 22 Jahren vom polnischen Erstligisten Lech Posen in die Bundesliga wechselte.

„Ich kenne die Mannschaft und die meisten Spieler schon relativ gut, wir haben ja viele Male gegeneinander gespielt“, betonte Lewandowski. „Das ist jetzt eine etwas andere Situation als in meinen ersten drei Monaten in Dortmund“, so der Torjäger, der sich nun darauf freut, dass die Mannschaft bald komplett ist. „Zum letzten Testspiel (am 6. August gegen die MLS-Allstars, Anm. d. Red.) kommen die Weltmeister, dann sind wir endlich alle zusammen. Jedes Training und jedes Testspiel ist für uns viel, viel besser, wenn wir alle zusammen sein können.“

Nur sieben Tage später kommt es für Lewandowski zum Wiedersehen mit seinen ehemaligen Kollegen. Am 13. August spielen die Münchner bei Borussia Dortmund um den deutschen Supercup. Für Lewandowski natürlich ein „besonderes Spiel“, hat er doch „vier tolle Jahre“ beim BVB gehabt. „Das wird für mich dieses mal ein anderes Gefühl, weil ich dann zu Gast in diesem Stadion bin.“ Dort erwartet er „ein schwieriges Spiel allein dadurch, dass wir nur eine Woche gemeinsam trainiert haben. Aber dennoch haben wir eine gute Mannschaft und wir wollen natürlich gewinnen.“

74 Tore in 131 Spielen

Dafür gibt Lewandowski in jedem Training Vollgas und ruht sich keinesfalls auf seiner beeindruckenden Bilanz von 74 Toren in 131 Bundesligaspielen aus. „Ich weiß, ich kann noch besser spielen. Egal wo du gespielt hast und was du gewonnen hast, du musst immer weiter Gas geben“, meinte der Pole, der sich in seiner Entwicklung „noch nicht am Limit“ sieht. „Ich hoffe, dass ich mich jeden Tag verbessern kann.“

Dafür steht er im regen Austausch mit Trainer Pep Guardiola, wie Lewandowski verriet. „Wir sprechen darüber, was ich anders machen muss oder was der Trainer möchte, was ich machen soll.“ Er sei jedenfalls kein Stürmer, der „90 Minuten im Sechzehner steht und auf den Ball wartet“, so Lewandowski. „Ich habe lieber den Ball und spiele mit der Mannschaft“, stellte er klar. Dann sei es auch nicht so wichtig, ob er trifft oder nicht. „Am wichtigsten ist, dass die Mannschaft gewinnt, auch wenn ich keine Tore schieße.“

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