präsentiert von
Menü
Warmer Empfang

Souveräne Bayern lassen 'nichts anbrennen'

Teenager kreischten um die Wette, Kinder lechzten nach Autogrammen, ein Blitzlichtgewitter jagte das nächste: Sowas hat selbst der weit gereiste FC Bayern selten erlebt. Und das am Flughafen in der Nähe von Münster, jener Stadt, dessen SC Preußen die Münchner gerade aus dem Pokal geworfen hatten. Mit 4:1 (2:0) übersprang der Titelverteidiger zum 19. Mal in Folge die erste Hürde auf dem Weg  nach Berlin - und am Ende waren sowohl die Fans in Münster als auch die Bayern zufrieden.

„Ich gratuliere meiner Mannschaft für ihre Seriosität“, sagte Pep Guardiola, dessen Elf vor allem in der Anfangsphase auf den erwartet schweren Prüfstein getroffen war. Mit mutigen Angriffen wollte der Drittligist den Rekordpokalsieger vor Probleme stellen. Und kurzzeitig klappte das sogar. „Bis zum Tor von Mario Götze war unser Gegner besser“, zollte der Bayern-Coach dem Bundesliga-Gründungsmitglied Respekt.

Mit dem Kopfballtreffer des 1,76 Meter großen Götze kippte das Spiel nach 19 Minuten aber endgültig in die gewünschte Richtung. Das schnelle Tor war „wichtig“, so Torschütze Götze über seinen Dosenöffner, mit dem der WM-Held den Gastgebern spürbar eine große Portion Mut raubte. Die steigende Dominanz nutzte Weltmeister-Kollege Thomas Müller mit seinem 100. Pflichtspieltor für den FC Bayern wenig später zum beruhigenden 2:0 (29.).

Heimreise mit 'gutem Gefühl'

„Wir hätten auch noch mehr Tore machen können“, sah Müller über weite Strecken spielbestimmende Bayern, die insgesamt auf 22 Torschüsse kamen. Einen davon donnerte David Alaba aus 20 Metern kurz nach dem Seitenwechsel zur Vorentscheidung unter die Latte - ein Traumtor (52.)! „Viel besser“ habe der FC Bayern in der zweiten Halbzeit gespielt, sagte Guardiola, der kurz nach dem dritten Treffer mit Claudio Pizarro auch noch den Torschützen zum 4:0 (73.) eingewechselt hatte.

„Wir haben heute nichts anbrennen lassen“, meinte Holger Badstuber, der sich über seinen ersten Pflichtspieleinsatz nach einem Jahr und 259 Tagen freuen konnte. Das Gegentor von Münsters Rogier Krohne per Handelfmeter (89.) drückte ebenso wenig auf die Stimmung wie der verschossene Strafstoß von Robert Lewandowski (90.), dessen erstes Pflichtspieltor für die Bayern somit noch ein wenig auf sich warten lassen muss.

„Zufrieden“ zeigte sich Guardiola nach Abpfiff, weiß jedoch um die Arbeit, die noch auf sein Team wartet. „Man hat gesehen, dass wir noch Zeit brauchen.“ Das weiß auch Kapitän Philipp Lahm: „Wir sind natürlich noch nicht bei hundert Prozent, aber man braucht die Spiele, um dahin zu kommen.“ Und weil Lahm und Co. die Mission Münster souverän gemeistert haben, konnten die Bayern „mit einem guten Gefühl heimfahren“, wie Badstuber wusste. Erst recht mit diesem grandiosen Empfang am Flughafen.

Weitere Inhalte