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Bangen um Martínez

FCB ist 'noch längst nicht bei 100 Prozent'

Den Supercup nicht gewonnen, Javi Martínez vorerst verloren - den Ausflug nach Dortmund zum ersten Pflichtspiel der Saison hatte sich der FC Bayern anders vorgestellt. „Wir sind noch mitten in der Vorbereitung und längst noch nicht bei 100 Prozent“, hielt Kapitän Philipp Lahm fest, der vor dem 0:2 (0:1) in Dortmund gerade einmal vier Einheiten mit der Mannschaft bestritten hatte - genau wie Manuel Neuer, Jerôme Boateng, Thomas Müller, Dante und Mario Götze, die ebenfalls zum Einsatz kamen. Oder besser: kommen mussten.

„Man hat gemerkt, dass wir erst wenige Einheiten zusammen hatten“, meinte Müller, dessen Team im mit 80.667 Zuschauern ausverkauften Signal-Iduna-Park einen ordentlichen Start erwischt hatte - zum Beispiel mit der Schusschance von Xherdan Shaqiri nach drei Minuten. „Wir hatten ein paar gute Phasen drin“, fand auch David Alaba, der jedoch eingestehen musste, dass es „nicht gereicht“ hat. „Man hat gesehen, dass noch ein paar Spieler fehlen.“

Und dann war da ja noch der Gegner. „Es ist nicht einfach in Dortmund“, sagte Pep Guardiola, dessen junges Team es „in den ersten 15 Minuten gut“ gemacht hat, ehe es „einige Probleme“ bekam. „Dortmund war sehr griffig, aggressiv, hat uns früh unter Druck gesetzt und uns früh angelaufen“, analysierte Neuer, der „unbedingt spielen“ wollte und über 90 Minuten der gewohnt sichere Rückhalt war, beim 0:1 durch Henrikh Mkhitaryan (23.) aber keine Abwehrchance hatte.

„Eigentlich wussten wir, was kommt“, merkte Sebastian Rode an, der sein Pflichtspieldebüt für den FC Bayern feierte, „aber wir hatten im einen oder anderen Moment nicht die Ruhe, um präzise hinten rauszuspielen.“ Und das trug letztlich dazu bei, dass „wir es leider kaum geschafft haben, uns große Torchancen zu erspielen“, wie Neuer konstatierte. Lediglich Robert Lewandowski sorgte kurz nach dem Seitenwechsel für Gefahr (46.), ehe Pierre-Emerick Aubameyang mit dem 0:2 den Deckel draufmachte (62.).

'Gedanken sind bei Javi'

„Das war ein schwieriges Spiel für uns“, sagte Lewandowski nach seiner Rückkehr an die einstige Wirkungsstätte, „auch offensiv haben wir nicht so gut gespielt. Wir müssen weiter Gas geben.“ Sturmkollege Müller pflichtete ihm bei: „Wir haben nicht zu unserem Offensivspiel gefunden.“  In Dortmund sei man noch nie wirklich beschenkt worden, „da muss man sich die Siege hart erarbeiten“.

Schlimmer als die Niederlage wog jedoch der Ausfall von Martínez, der sich bei einem Zusammenprall mit Marcel Schmelzer am Knie verletzte. „Das ist die schlechte Nachricht heute“, so Guardiola, „ich denke, er ist länger verletzt.“ Die Gedanken seien jetzt bei Javi, kündigte Rode an, und auch Philipp Lahm fühlt mit dem Spanier mit, der „lange im Mannschaftstraining dabei“ gewesen ist. „Umso bitterer wäre er es, wenn er sich schwer verletzt hätte.“ Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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