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Vor dem Supercup-Finale

Guardiola: 'Es ist ein Finale, kein Test'

Der Double-Sieger gegen den Vizemeister und Pokalfinalisten, der Champions-League-Gewinner von 2013 gegen seinen damaligen Endspielgegner: Der Pflichtspielauftakt der neuen Saison könnte hochklassiger kaum sein, wenn der FC Bayern am Mittwoch, 13. August, (18 Uhr, Highlights kurz nach Abpfiff auf FCB.tv) bei Borussia Dortmund um den Supercup spielt. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das neuerliche Kräftemessen.

„Es ist ein Finale vor ausverkauftem Haus. Darauf freut man sich als Fußballer“, fiebert Manuel Neuer dem Spiel gegen den „großen Rivalen in Deutschland“ entgegen. „Wir nehmen das erste Pflichtspiel sehr ernst und wollen es unbedingt gewinnen.“ Jérôme Boateng freut sich auf das Wiedersehen mit den Weltmeister-Kollegen, weiß jedoch auch, dass „wir am Mittwoch gegeneinander“ spielen. „Dann werden die Freundschaften für 90 Minuten ruhen.“

Hungrig ist auch Pep Guardiola. „Es geht um den ersten Titel der Saison, deshalb werden wir probieren, ihn zu gewinnen“, sagte der Cheftrainer, der am Dienstag noch nicht verraten wollte, mit welchem Kader er die Reise ins Ruhrgebiet antreten wird. Definitiv in München bleiben Rafinha (Außenbandriss), Franck Ribéry (Knieprobleme) und wohl auch Pepe Reina, der erst zwei Tage beim FCB trainiert habe. Der leicht angeschlagene Bastian Schweinsteiger wird die Reise in den Westen ebenfalls nicht antreten.

'Wollen es diesmal besser machen'

In der Startelf wird Guardiola vor allem auf jene Akteure setzen, die den Großteil der Vorbereitung absolviert haben - wie etwa Robert Lewandowski, der an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. „Es sind nur acht, neun Spieler fit. Aber das ist normal“, sagte der Spanier, der im Gegensatz zu einem Testspiel nur dreimal wechseln dürfe und deshalb nur fitte Akteure auf den Platz schicken könne. Die Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm „brauchen noch Zeit“, so Guardiola, „das ist ganz normal.“ Experimente werde es in Dortmund nicht geben: „Es ist ein Finale, kein Test.“

An das Supercup-Endspiel aus dem Vorjahr erinnern sich die Bayern weniger gern zurück - im ersten Pflichtspiel unter Pep Guardiola musste sich der deutsche Rekordmeister mit 2:4 geschlagen geben. „Jetzt kennen wir den Gegner besser“, so der Spanier, der Borussia Dortmund sogleich lobte: „Sie haben mit Jürgen Klopp seit sechs Jahren den gleichen Trainer, sind eine super Kontermannschaft und haben eine sehr gute Struktur“, findet Guardiola, der „großen Respekt“ vor dem BVB hat. „Wir wissen, wie schwer es wird, aber wir wollen diesen Titel holen.“

Sollte das gelingen, würde der FC Bayern nach 1987, 1990, 2010 und 2012 zum fünften Mal den deutschen Supercup einfahren. Damit wären die Münchner alleiniger Rekordhalter vor Borussia Dortmund, das den Titel bisher ebenfalls viermal gewinnen konnte. An eine Niederlage wie im Vorjahr will David Alaba jedenfalls nicht denken: „Dieses Mal wollen wir es besser machen.“

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