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Umarmungen & Komplimente

'Einer der Besten!' Wiedersehen mit Henry

Insgesamt 27 Spieler stehen im Aufgebot jener Auswahl, die am Mittwochabend (Ortszeit / 3:55 Uhr MESZ / live bei Kabel eins) im Providence Park von Portland den FC Bayern zum diesjährigen MLS-Allstar-Game herausfordert. Ob der Ex-Münchner Landon Donovan, die ehemaligen Bundesligaspieler Obafemi Martins und Michael Bradley oder die langjährigen Premier-League-Profis Tim Cahill, Jermain Defoe und Robbie Keane – Trainer Caleb Porter hat einige klangvolle Namen in seinen Kader berufen. Über all den prominenten Kickern aus der Major League Soccer (MLS) steht aber ohne Zweifel einer: Thierry Henry.

„Ich habe ihn früher im Fernsehen bei Arsenal bewundert, ein großartiger Spieler. Dass ich jetzt gegen ihn spielen darf, macht mich stolz“, schwärmte Bayern-Youngster Pierre-Emile Hojbjerg über den inzwischen 36 Jahre alten Franzosen, der in seiner Zeit beim AS Monaco, Juventus Turin, Arsenal London und FC Barcelona alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Welt- und Europameister mit der Équipe tricolore, Champions-League-Sieger und Klub-Weltmeister mit Barça, dazu zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege in drei Ländern. Seit 2010 spielt Henry nun bei den New York Red Bulls und bestreitet am Mittwoch sein viertes Allstar-Spiel.

„Er ist einer der größten Fußballer Frankreichs und Europas und ein außergewöhnlicher Mensch“, sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola, der Henry drei Jahre in Barcelona trainierte. Während seiner einjährigen Auszeit vom Trainergeschäft habe er Henry mehrfach in New York getroffen, berichtete Guardiola. „Es war ein großes Glück für mich, ihn trainieren zu dürfen. Ich freue mich darauf, ihn wiederzusehen und gegen ihn zu spielen.“

Auch Henrys Landsmann Franck Ribéry konnte es kaum erwarten, seinen ehemaligen Nationalmannschaftskollegen wiederzusehen. „Für mich ist er ein großer Spieler und einer der besten Stürmer in der Welt“, so Ribéry. „Er war für mich sehr wichtig, als ich neu zur Nationalmannschaft dazu kam, ich habe viel von ihm gelernt“, erinnerte sich der Bayern-Profi vor allem an die WM 2006 in Deutschland, wo sie gemeinsam Vize-Weltmeister wurden. „Ich habe sehr gerne mit ihm zusammengespielt.“

Entsprechend herzlich fiel das Wiedersehen des Trios auf dem Podium der Abschlusspressekonferenz für das MLS-Allstar-Game aus. Zunächst lagen sich Henry und Ribéry in den Armen und plauderten über gemeinsame Zeiten, dann war auch Guardiola mit von der Partie und umarmte seinen ehemaligen Schützling. Dieser gab all die zuvor empfangenen Komplimente gerne an die beiden Münchner zurück.

'Ich mag Müller'

„Er verlangt viel von seinen Spielern. Er verlangt Perfektion. Im Training. Auf dem Platz. Abseits des Platzes. Als Spieler solltest du besser bereit sein“, sagte Henry über Guardiola. „Er liebt dieses Spiel. Was immer man sich als Gegner überlegt, wenn man gegen ihn oder sein Team spielt - er hat es schon drei Tage vorher getan. Er ist im Kopf immer einen Schritt voraus“, schwärmte der 36-Jährige von seinem ehemaligen Trainer.

Über Ribéry sagte Henry: „Ich kenne ihn, seit er als junger Spieler zur Nationalelf kam. Man sah sofort sein Talent und seine Fähigkeiten. Er ist ein uneigennütziger Spieler, ein echter Teamplayer. Ich kann gar nicht aufhören, über seine Qualitäten zu sprechen. Er hat mit Bayern alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Daher hätte er es für mich letztes Jahr auch verdient gehabt, den Goldenen Ball zu gewinnen. Ich freue mich sehr zu sehen, zu welchem Spieler er sich entwickelt hat.“

Noch mehr Lob bekam aber einer ab, der noch nicht persönlich vor Ort war: Weltmeister Thomas Müller. „Wenn ich einen Sohn hätte, würde ich ihm sagen: 'Schau auf Franck Ribéry und Thomas Müller“, meinte Henry. Müller spiele immer auf die „richtige Art und Weise: Er verteidigt, er greift an und er kontrolliert den Ball, wenn er ihn kontrollieren muss. Er spielt zurück, wenn er zurückspielen muss und er schießt, wenn er schießen muss. Ich mag diesen Spieler, seit ich ihn das erste Mal gesehen habe.“

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