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'À la bonne heure!'

WM-Stars schon wieder Dampfmacher

16 Tage Vorbereitung - und dann Vollgas! Das war das Motto für mehr als die Hälfte der Bayern-Startelf beim Bundesliga-Auftakt. Pep Guardiola brachte beim 2:1 gegen Wolfsburg vier Weltmeister (Neuer, Lahm, Müller, Götze) und zwei WM-Halbfinalisten (Robben, Dante) von Beginn an und wurde für seinen Mut belohnt. „Erstaunlich“ fand Karl-Heinz Rummenigge den Aufritt des WM-Sextetts. „Wenn ich mir Arjen Robben oder Thomas Müller angeschaut habe heute, muss ich sagen: À la bonne heure, was die abgeliefert haben!“

Robben und Müller waren einmal mehr die Dampfmacher im Spiel des FC Bayern. 39 (Robben) bzw. 38 (Müller) Sprints wurden nach dem Schlusspfiff für sie gezählt - absolute Topwerte aller Akteure auf dem Platz. Robben sorgte zudem für die meisten Flanken (5), Müller bestritt die meisten Zweikämpfe (25), beide schossen auch noch am häufigsten aufs Tor (5 Mal Robben, 4 Mal Müller). Ach ja, für die Tore sorgten sie natürlich auch.

Erst traf Müller auf Vorlage von Robben (37. Minute), dann vollstreckte Letzterer selbst (47.). Nach dem Schlusspfiff war Robben noch immer verblüfft über seinen Vollgas-Start. „Sofort 90 Minuten - und die waren überraschend gut“, sagte der Holländer, der in der kurzen Vorbereitung nur vier Minuten beim Allstar-Spiel in Portland auf dem Platz gestanden hatte. „Ich habe gedacht, nach 20, 30 Minuten bin ich platt. Aber irgendwie habe ich die zweite Luft bekommen.“

'Noch nicht bei 100 Prozent'

„Er ist ein unglaublicher Profi“, war Matthias Sammer weniger überrascht vom sprintenden Holländer. „Auch im Training hat er schon eine erstaunliche Verfassung. Und was er gelernt hat im Laufe der letzten ein, zwei Jahren: eine gewisse Gelassenheit, also fokussiert zu sein, aber trotzdem auch mal durchzuschnaufen.“

Im Vollbesitz seiner Kräfte ist aber natürlich auch Robben noch lange nicht. „Man hat bei uns schon gemerkt, dass irgendwann die Kraft ausgeht“, berichtete Philipp Lahm, „wir fühlen uns gut, aber wir sind noch nicht bei 100 Prozent.“ Der FCB-Kapitän, der 40 Tage zuvor im Maracanã-Stadion den WM-Pokal entgegengenommen hatte, hat eine eigene Erklärung für den überraschend starken Auftakt: „Wir hatten ja eigentlich keine Pause. Eigentlich haben wir durchgespielt.“