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Rummenigge in Genf

ECA-Vollversammlung: Financial Fair Play & mehr

Ein wichtiges „Auswärtsspiel“ abseits des grünen Rasens hatte Karl-Heinz Rummenigge am Montag und Dienstag. In seiner Funktion als Vorsitzender der European Club Association (ECA) begrüßte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern Vertreter von 149 Klubs zur 13. ECA-Vollversammlung in Genf (Schweiz). Dabei wurden folgende Themen diskutiert:

Financial Fair Play

Sinkende rote Zahlen im europäischen Klubfußball und neun Bestrafungen durch die UEFA wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play in der letzten Saison zeugen von den Erfolgen des Projekts, das eine entscheidende Phase erreicht habe, wie Rummenigge betonte: „Wir sollten nicht glauben, dass die Klub-Finanzen jetzt in bester Ordnung sind. Wir sind mit Sicherheit noch nicht auf der sicheren Seite. Ich appelliere an jeden einzelnen Klub, die Regularien einzuhalten, und erinnere daran, dass diese Regeln kein Angriff auf die Klubs darstellen, sondern einen positiven Schritt für die Zukunft des Fußballs.“

Die ECA stellte zudem ein Konzept vor, demzufolge die von der UEFA im Rahmen des Financial Fair Play verhängten Geldstrafen an die Vereine in den internationalen Wettbewerben zurückfließen sollen. „Die 24 Millionen Euro, die sich in der vergangenen Saison anhäuften, sollen auf alle Teams der Europa League und der Champions League verteilt werden“, sagte Rummenigge, „das wäre ein Zeichen großer Solidarität.“ Der Vorschlag soll nun dem UEFA Exekutivkomitee vorgelegt werden.

WM 2022 in Katar

Die ECA-Mitglieder wurden über ein erstes Treffen der Qatar 2022 Task Force, in der Vertreter von ECA und FIFA sitzen, informiert. Bei der Zusammenkunft Anfang September sei über eine Verlegung des Turniers auf den Winter (Januar/Februar oder November/Dezember 2022) gesprochen worden. „Die Gründe müssen sehr stark sein, um die WM zu verschieben“, sagte ECA-Vizechef Umberto Gandini, „wir brauchen mehr Informationen, um zu akzeptieren, dass der internationale Kalender unterbrochen wird.“ Rummenigge betonte, dass eine Verlegung nur mit Zustimmung der Klubs erfolgen könne: „Jede Art von Verlegung muss sehr sorgfältig geplant sein, um niemandem zu schaden.“ Im November wird die Task Force erneut zusammenkommen.

Integrität im Fußball

Im Bemühen für einen „sauberen“ Sport unterzeichneten die ECA-Mitgliedsklubs in Genf eine von der ECA ausgearbeitete Charter on Integrity in Football. Darin verpflichten sich die Klubs, die Integrität im Fußball weiter zu erhöhen. Spielmanipulationen, wie z.B. Ergebnisabsprachen, sollen so verhindert werden.

Platini zu Gast

Auch UEFA-Präsident Michel Platini besuchte die ECA-Vollversammlung. In seiner Ansprache kündigte er an, für eine dritte Amtszeit kandidieren zu wollen. Dies wurde von der ECA begrüßt.

ECA Awards

Drei Vereine konnten sich über die diesjährigen ECA Awards freuen. Rummenigge zeichnete Real Madrid als European Club of the Year 2014 aus. Der spanische Champions-League-Sieger erhielt zudem noch die Auszeichnung in der Kategorie Best Community & Social Responsibility Programm 2014. Weitere Gewinner waren Red Bull Salzburg (Best Sporting Progress 2014) und Celtic Glasgow (Best Achievement 2014: Marketing).

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