präsentiert von
Menü
Rafinha im Interview

'Das wirft uns nicht um'

Es war das Comeback der Woche aus Sicht des FC Bayern: Nach sechswöchiger Verletzungspause wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk kehrt Rechtsverteidiger Rafinha wieder in die Startformation des Rekordmeisters zurück. Einem 85-Minuten-Einsatz am vergangenen Mittwoch gegen Manchester City folgten am Samstag 61 Minuten Einsatzzeit gegen den Hamburger SV, das für den Brasilianer ein ganz besonderes war: Zum 100. Mal trug Rafinha in einem Pflichtspiel das FCB-Trikot. „Diese Zahl macht mich schon sehr stolz“, meinte der 29-Jährige im Interview mit fcbayern.de. Zudem sprach Rafinha über sein Comeback, die Partie in Hamburg und das bevorstehende Spitzenspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn.

Das Interview mit Rafinha

fcbayern.de: Rafinha, herzlichen Glückwunsch! Gegen den Hamburger SV hast du dein 100. Pflichtspiel für den FC Bayern bestritten. Ist das eine besondere Marke für dich?
Rafinha: „Na klar, auf jeden Fall, diese Zahl macht mich schon sehr stolz. Es ist fantastisch, 100 Spiele im Bayern-Trikot gemacht zu haben und Teil dieses großartigen Klubs zu sein. Ich bin sehr glücklich darüber und hoffe, dass noch viele Spiele dazukommen.“

fcbayern.de: Nach sechswöchiger Verletzungspause hast du gegen ManCity am Mittwoch dein Comeback gegeben und auch am Samstag gegen den HSV über eine Stunde gespielt. Wie fühlst du dich?
Rafinha: „Insgesamt ganz gut, danke. Ich habe zum Glück während der ganzen Zeit weiter trainieren können und hatte keine Ruhephase, somit habe ich körperlich auch nicht viel verloren. Natürlich ist die Belastung im Spiel viel, viel höher als im Training, vor allem das Spiel gegen Manchester war sehr intensiv. Das spürt man dann schon, dass der Körper da reagiert und man hier und da etwas müde ist. Aber wie gesagt, ich fühle mich gut, habe keinerlei Probleme mehr und bin bereit, wenn Pep mich braucht.“

fcbayern.de: Hat es dich überrascht, dass du nach nur einem Mannschaftstraining plötzlich gegen ManCity in der Startelf warst?
Rafinha: „Nein, überrascht war ich nicht. Sobald ich mit der Mannschaft trainiere, bin ich auch bereit, zu spielen. Entsprechend habe ich mich vorbereitet. Und der Trainer weiß, dass er auf mich setzen kann.“

fcbayern.de: Gegen den Tabellenletzten aus Hamburg gab es ein 0:0. Was waren aus deiner Sicht die Gründe?
Rafinha: „Es war nicht das Ergebnis, das wir wollten, wir hätten gerne die drei Punkte mitgenommen. Es war ein schwieriges Spiel, wir hatten viel Ballbesitz, haben aber nicht die Lücken gefunden, um Torchancen herauszuspielen. Hinzu kam, dass der HSV sehr unter Druck stand und einen neuen Trainer auf der Bank hatten. Da waren die Spieler sehr motiviert, jeder wollte sich präsentieren. Und gegen den FC Bayern geht jede Mannschaft ans Limit, das ist für sie immer das Spiel des Jahres. Aber uns wirft das Unentschieden nicht um, wir sind auf dem richtigen Weg und ich bin überzeugt, dass wir auch dieses Jahr eine erfolgreiche Saison spielen werden.“

fcbayern.de: Schon am Dienstag steht das nächste Spiel auf dem Programm, dann gegen den Aufsteiger SC Paderborn. Überrascht es dich, dass sie so weit oben in der Tabelle stehen?
Rafinha: „Nein, denn wer in die Bundesliga aufsteigt, verfügt ohne Zweifel über Qualität. Sie haben gute Spieler und machen dort gute Arbeit. Für uns ist das ein wichtiges Spiel, denn wir spielen zuhause vor eigenem Publikum und wollen natürlich eine gute Leistung zeigen und gewinnen. Schließlich wollen wir so schnell wie möglich an die Tabellenspitze.“

fcbayern.de: Was erwartest du für ein Spiel gegen Paderborn?
Rafinha: „Das ist schwer zu sagen, ich weiß auch nicht, wie Paderborn hier auftreten wird. Ich denke, dass wir einen erfahrenen und intelligenten Trainer haben, der uns richtig auf den Gegner einstellen wird. Wir müssen auf uns achten, konzentriert ins Spiel gehen und unser Potenzial auschöpfen.“

fcbayern.de: Am Samstag hat in München das Oktoberfest begonnen, hat sich schon Wiesn-Besuch bei dir angekündigt?
Rafinha: (lacht) „Zu dieser Zeit kommen mich immer Freunde aus Brasilien besuchen. Im Moment haben wir aber viele Spiele, daher kann ich sie nicht begleiten. Wir haben ja irgendwann auch unseren großen Wiesn-Tag mit der Mannschaft und den Familien, das werden wir sicherlich genießen. Aber bis dahin haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns.“

Das Interview führte Carsten Zimmermann

Weitere Inhalte