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Trainieren, pflegen, aufbauen

Lahm & Co. nutzen die Länderspielpause

Über Länderspielpausen sind Bundesligatrainer meistens nicht so glücklich. Diesmal kommt die Unterbrechung zumindest beim FC Bayern aber zur rechten Zeit. Angesichts der Nachwehen der Weltmeisterschaft und der Vielzahl angeschlagener Spieler ist sie eine willkommene Gelegenheit, um Trainingsrückstand aufzuholen und Verletzungen zu kurieren. „Die Länderspielpause ist ein Vorteil“, sagte Philipp Lahm im FCB.tv-Interview.

Für den FCB-Kapitän, der nach seinem Nationalmannschaftsrücktritt in dieser Woche noch offiziell vom DFB verabschiedet wurde („ein super Abschied“), ist das Training mit einem Rumpfkader eine neue Erfahrung. „Es ist ungewohnt“, berichtete der 30-Jährige, der die Spielpause nutzt, um weiter an seiner Fitness zu arbeiten. Am Freitagmittag legte er daher noch eine konditionelle Extraschicht mit Fitnesschef Dr. Holger Broich ein.

Zuvor war Lahm einer von nur sechs Profis im Mannschaftstraining. Der Rest befindet sich auf Länderspielreise oder in den Händen der medizinischen Abteilung. Diese nutzt die Pause für eine individuelle Steuerung des Trainingsprogramms der mehr oder weniger angeschlagenen Spieler. Im Detail sah das am Freitag so aus:

Quintett vor Rückkehr

Holger Badstuber und Pepe Reina (leichte Beckenprobleme) trainierten regenerativ im Leistungszentrum. Xabi Alonso, der nach seinem Debüt auf Schalke an Fußproblemen laboriert, wurde behandelt. Arjen Robben (Schlag aufs Sprunggelenk) begann mit dem Lauftraining, Neuzugang Medhi Benatia (leichte muskuläre Probleme) setzte sein Aufbauprogramm mit Lauf- und Ballübungen fort. Alle fünf können voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche ins Teamtraining einsteigen.

Die Rückkehr vor Augen hat auch Mitchell Weiser (Syndesmosebandriss), der bereits letzte Woche erste Laufrunden gedreht hat und am Freitag im Leistungszentrum arbeitete. Aufwärts geht es zudem mit Rafinha (Außenbandriss) und Thiago (Innenbandanriss im Knie). Beide starteten in dieser Woche ins Lauftraining. Bastian Schweinsteiger (Patellasehne) schwitzt derweil auf dem Ergometer und beim Krafttraining.

Ab in die Sonne

Während in dieser Woche also das individuelle Training im Mittelpunkt steht, kann Pep Guardiola nächste Woche - wenn die Nationalspieler zurück sind - wieder taktisch mit seiner Mannschaft arbeiten. „Wir müssen wieder dahin kommen, dass wir über 90 Minuten so Fußball spielen wie in den ersten 20, 30 Minuten auf Schalke“, sagte Lahm.

Zunächst aber steht für die Münchner ein freies Wochenende auf dem Programm. Samstag und Sonntag gab Guardiola frei, erst am Montagnachmittag treffen sich alle an der Säbener Straße wieder - für Lahm „eine neue Situation. Ein freies Wochenende kommt bei uns selten vor. Deswegen werden wir die Tage genießen.“ Der FCB-Kapitän will mit seiner Familie verreisen und „ein bisschen Sonne tanken“. Lahm hat offenbar Gefallen gefunden an Länderspielpausen.

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