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'Beste Saisonleistung'

FCB zeigt 'sehr gute Mentalität' zum Auftakt

Es war eine lange Geduldsprobe, auf die der FC Bayern die 68.000 Zuschauer in der ausverkauften Allianz Arena und die Millionen vor den Fernsehschirmen stellte. Bis zur 90. Minute mussten sie im ersten Champions-League-Gruppenspiel gegen den englischen Meister Manchester City warten und bangen, ehe ausgerechnet der frühere City-Profi Jérôme Boateng zum Matchwinner avancierte und dem Rekordmeister mit seinem späten Treffer zum knappen 1:0 (0:0)-Sieg einen gelungenen Auftakt in die diesjährige Königsklassen-Saison bescherte.

„Man muss immer bis zum Ende dran glauben. Ich glaube, wir haben es verdient, auch wenn es ein schweres Spiel war“, freute sich der Torschütze nach dem Schlusspfiff über den insgesamt elften Auftakterfolg der Münchner hintereinander: „Es war ein hartes Stück Arbeit. Ich wollte unbedingt gewinnen. Es war wichtig, gleich mit einem Sieg zu beginnen.“ Das sah auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge so, der nach der „besten Saisonleistung“ mit „fantastischem Fußball“ von einem „total verdienten“ Sieg der Gastgeber sprach.

FCB ohne Abschlussglück

Auch Sportvorstand Matthias Sammer zeigte sich „glücklich“ über den Sieg: „Die Mannschaft hat eine sehr gute Mentalität gezeigt in einem hochintensiven Fußballspiel.“ Dabei hätte der FCB seine Anhänger gar nicht so lange auf die Folter spannen müssen. Bereits nach 40 Sekunden hatte Thomas Müller die große Chance zur Führung, doch er traf nur das Außennetz. Erneut Müller (19.), Mario Götze (21.), David Alaba (32.) und Robert Lewandowski (36.) ließen bis zur Halbzeit weitere gute Gelegenheiten ungenutzt. Bei den Gästen sorgte vor allem der ehemalige Wolfsburger Edin Dzeko (13./22.) für Torgefahr.

Auch im zweiten Durchgang fehlte dem FCB vor dem Tor lange Zeit das letzte „Quäntchen Glück“ (Müller) - bis zur 90. Minute, bis zu Boatengs vielumjubeltem Siegtreffer (eigener Bericht). „Wir haben uns am Anfang schwer getan, obwohl wir Chancen hatten. Aber defensiv hatte der Gegner sehr lange den Ball. Dann hat der Trainer umgestellt - und das war die richtige Entscheidung. Wir haben defensiv wieder besser agiert, waren aggressiver und näher an den Männern dran“, analysierte Kapitän Philipp Lahm hinterher.

Nächstes Spiel in Moskau

Am Ende einer unterhaltsamen und kurzweiligen Partie standen 58 Prozent Ballbesitz, 21:7 Torschüsse und - nach einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit - 52 Prozent gewonnene Zweikämpfe für den FC Bayern zu Buche und dokumentierten auch statistisch die Münchner Überlegenheit. „Wir haben gut gearbeitet und sind zufrieden, dass wir gewonnen haben. Es ist wichtig, einen guten Start zu haben, damit man im nächsten Auswärtsspiel nicht gleich unter Druck steht“, erklärte Lahm.

Schon in zwei Wochen, am 30. September, steht das zweite Gruppenspiel bei ZSKA Moskau auf dem Programm. Der russische Meister kam zum Auftakt beim AS Rom mit 1:5 unter die Räder und steht vor dem Duell mit dem FCB unter Zugzwang. „Auch wenn die heute eine Packung gekriegt haben, dürfen wir sie nicht unterschätzen“, warnte Rummenigge. „Rom muss eine gute Mannschaft haben, denn fünf Tore schießt man in der Champions League nicht so oft.“

Bis dahin könnte sich die personelle Situation beim FC Bayern weiter entspannen. Neuzugang Medhi Benatia zeigte gegen Manchester 85 Minuten lang ein ordentliches Debüt im FCB-Trikot (eigener Bericht), Rafinha feierte nach sechs Wochen Verletzungspause ein gelungenes Comeback und der zuletzt angeschlagene Arjen Robben wurde in der Schlussphase eingewechselt. Rummenigge: „Wir brauchen die Spieler zurück. Jetzt geht die Saison richtig los.“

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